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Erläuterungen beim öffentlichen Lehrer-Schüler-Fliegen auf dem Gelände des Flugmodellsportclubs Neulingen in den Weiherwiesen in Nußbaum gibt der erst 14 Jahre Fluglehrer Niklas Mai aus Neuenbürg (Zweiter von links) an den ein Jahr älteren Finn Bolta aus Büchenbronn und dessen Vater Simon. Rechts Vize-Vorsitzender Ludwig Fauser. Foto: Dietrich
Erläuterungen beim öffentlichen Lehrer-Schüler-Fliegen auf dem Gelände des Flugmodellsportclubs Neulingen in den Weiherwiesen in Nußbaum gibt der erst 14 Jahre Fluglehrer Niklas Mai aus Neuenbürg (Zweiter von links) an den ein Jahr älteren Finn Bolta aus Büchenbronn und dessen Vater Simon. Rechts Vize-Vorsitzender Ludwig Fauser. Foto: Dietrich
12.05.2019

Blitz, Hagel und Starkregen beenden das Lehrer-Schüler-Modellfliegen

Neulingen-Nussbaum. „Mairegen bringt Segen“ und „Gewitter im Mai, schreit der Bauer juchhei“, besagen zwei alte Bauernregeln. Darüber, dass der Regen am Samstagnachmittag nach der zurückliegenden Trockenheit sehr notwendig war, gibt es wahrlich keine Zweifel. Doch des einen Freud, ist bekanntlich des anderen Leid. So ergab es sich beim ersten öffentlichen Lehrer-Schüler-Fliegen auf dem Gelände des Flugmodellsportclubs Neulingen in den „Weiherwiesen“ im Teilort Nußbaum. Blitz, Donner, Hagel und Starkregen bereiteten ein jähes Ende.

Neben dem seit drei Monaten amtierenden Vizevorsitzenden Ludwig Fauser von der Radiologie am Schlössle, war der erst 14 Jahre Fluglehrer Niklas Mai aus Neuenbürg zugegen, um Interessenten einzuweisen. Obwohl er erst vor vier Jahren nach dem Besuch einer Indoor-Ausstellung in der Halle in Neuenbürg auf den Flugmodellsport aufmerksam wurde, ist er bereits ein Ass auf diesem Gebiet. So wurde er schon Deutscher Meister und sogar Weltmeister. Er ist so bekannt, dass er nach Abu Dhabi zum Vorfliegen eingeladen wurde. Aktiv ist der Jugendliche überdies beim Flugmodellsport in Marxzell-Pfaffenrot.

Vor dem Start gab Niklas Mai Infos zu seinem Helikopter „Goblin 700“ im Wert von 2500 Euro, den er aus über 500 Einzelteilen selbst zusammenbaute. Wie auch Fauser zeigte er, was mit einem Modellhubschrauber in der Luft möglich ist. Beim Lehrer-Schüler- Fliegen hat neben dem Schüler auch der Lehrer eine Fernbedienung in der Hand, so dass er, wie etwa der Fahrlehrer im Auto, schnell eingreifen kann. Begonnen wird in kleinen Stufen, bis als Krönung ein Schüler eine Landung vollziehen darf. Zum Üben für den Anfang reichen kleine Modelle ab 100 Euro, da auch mal eines in die Brüche gehen kann, vor allem wenn man ohne Lehrer übt. Es können auch ältere Modelle von Mitgliedern oder vom Verein zur Verfügung gestellt werden.

Als potenzielle Schüler waren auch Simon Bolta und sein 15-jähriger Sohn Finn aus Büchenbronn nach Nußbaum gekommen, die gelegentlich an einem kleinen Modellflieger und einem Quadrocopter mit vier Propellern zu Hause üben. Doch nun wollen sie professioneller werden und sich einem Verein anschließen. Finn könnte sich vorstellen, dass auch noch sein Opa Maximilian Bolta aus Göbrichen mitmachen werde.

Während man sich ab etwa zehn Jahren im Flugmodellsport üben kann, sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Dies zeigte sich am Samstag, als ein älterer Besucher von auswärts kam, um sich zu informieren.

Zwei Ersatztermine sind am 22. Juni und 27. Juli, jeweils von 13 bis 16 Uhr, geplant. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer Lust und Interesse hat, kann spontan vorbeischauen. Es werden Kaffee und Kuchen sowie verschiedene Getränke angeboten. Lediglich bei Wind oder Regen könnte es dann wieder zu einem Veranstaltungsabbruch kommen.