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Joachim Förster zeigt in Königsbach einen faustdicken Stein, der durch den Blitzeinschlag gegen die Hauswand geschleudert wurde und Schäden am Schornstein und an der Fassade hinterließ. Foto: Moritz
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Nur noch verkohlte Reste: Günter Ketterer vor einem Empfänger für die Gartenbeleuchtung. Foto: Moritz
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Selbst Routerdeckel wurden durch den Blitzeinschlag aus den Gehäusen gerissen. Foto: Moritz

Blitz trifft Fichte und katapultiert Steine gegen Hauswand und Schornstein

Königsbach-Stein. Es kam mit Macht und es hinterließ große Schäden: Ein Gewitter, das am Freitag über Königsbach-Stein hinwegfegte, sorgt noch immer für ungläubiges Staunen bei den Anwohnern der Vogesen- und Odenwaldstraße in Königsbach. Gegen 14 Uhr schlug der Blitz in die Spitze einer mehrere Meter hohen Fichte ein und zog von dort eine Spur der Verwüstung, wie die Anwohner Günter Ketterer und Joachim Fränkle der PZ erzählen.

In den Häusern wurden Steckdosen aus den Wänden gerissen, Router implodierten, Hauptsicherungen brannten durch, Steine flogen durch die Luft und hinterließen Schäden an den Häuserfassaden und Schornsteinen. Kühlschränke und Tiefkühltruhen sind seither defekt. Inzwischen haben die Anwohner zwar wieder Strom, doch die Telefone funktionieren noch immer nicht.

Zum Glück sorgte heftiger Regen während des Gewitters dafür, dass der durch den Blitzeinschlag verursachte Brand in der Fichtenspitze recht schnell gelöscht war, berichten die Anwohner. Vermutlich traf der Blitz von der Fichte aus den nassen Boden und wurde von dort in Richtung der Häuser geleitet. Auf der Erde hat sich ein Graben gebildet. Ketterer und Fränkle schätzen, dass sechs bis sieben Häuser von dem Unwetter betroffen waren. Die Hausratversicherungen werden einiges zu tun bekommen.