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Unwetter verläuft glimpflich: Feuerwehr rückt 20 Mal aus © Klimanski
Unwetter verläuft für Pforzheim und Region glimpflich © dpa
21.06.2013

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Pforzheim/Enzkreis. Die vom Deutschen Wetterdienst angekündigte Unwetterfront, welche in anderen Regionen Baden-Württembergs für erhebliche Schäden sorgte, hat im Stadtgebiet Pforzheim und dem Enzkreis am Donnerstagabend nur 20 kleinere Einsätze nach sich gezogen. In Karlsruhe jedoch gingen allein zwischen 21 und 23 Uhr über 1000 Notrufe ein.

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Ab 21:10 Uhr führten die Sturmböen der Unwetterfront zu den ersten Notanrufen in der Region. Überwiegend umgestürzte Bäume mussten im Pforzheimer Stadtgebiet von den Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehren Haidach, Dillweißenstein und Würm beseitigt werden. Im Enzkreis waren zwölf Gemeinden vom Unwetter betroffen.

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Zeitgleich mit der Unwetterabwicklung wurde die Berufsfeuerwehr zu einem vermeintlichen Brand in die Hohenzollernstraße gerufen. Sie musste jedoch ebenso wie die zur Unterstützung alarmierte Abteilung Brötzingen-Weststadt nicht mehr tätig werden.

Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für die Region wurde gegen 22:30 Uhr zurückgenommen. Die durch dienstfreie Kräfte verstärkte Feuerwehrleitstelle konnte wieder in den Regelbetrieb übergehen.

Im Rest von Baden-Württemberg tobten dafür teils heftige Unwetter mit starkem Regen. Allein bei der Feuerwehr im Landkreis Karlsruhe gingen zwischen 21 Uhr und 23 Uhr rund 1000 Notrufe ein. Die Einsatzkräfte mussten Bäume von Straßen räumen und einsturzgefährdete Bauteile oder runterhängende Stromleitungen sichern, wie die Feuerwehr weiter mitteilte.

Umknickende Bäume fielen auch auf Autos, dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt. Der Sturm wehte Gasflaschen über eine Straße, die von der Feuerwehr aber gesuchert werden konnten. Vereinzelt hab es Stromausfälle wegen abgerissener Leitungen. Im Verbundverkehr fielen Züge aus, weil Oberleitungen beschädigt waren.

Auch die Polizei in Freiburg und Heidelberg berichtete von umgeknickten Bäumen, vollgelaufenen Kellern und umgefallenen Bauzäumen. In Plankstadt (Rhein-Neckar-Kreis) hob der Wind ein Kindertrampolin über eine Mauer. Es fiel auf ein fahrendes Auto, verletzt wurde dabei niemand. Das Auto eines 65-Jährigen in Freiburg wurde während der Fahrt von einem großen Ast getroffen, der Mann blieb ebenfalls unverletzt.

Die Landeshauptstadt Stuttgart blieb weitgehend verschont. Zehnmal musste die Feuerwehr ausrücken, etwa um umgestürzte Bäume zu zersägen. Auf der B 10 in Stuttgart-Wangen stand das Wasser zwischenzeitlich zehn Zentimeter hoch, ein Auto kam nicht durch. Die Straße war kurzzeitig gesperrt.

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