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Naturschönheit und ihre verborgenen Strukturen sind ein wichtiges Thema der Schömberger Künstlerin Alexandra Schöner.  Foto: Frommer 

Blühendes Leben auf die Leinwand gezaubert: Alexandra Schöner stellt im Schömberger Haus Bühler aus

Schömberg. Acryl- und Ölfarbe, Spachtelmasse und Malerkrepp: Lange Zeit, insgesamt anderthalb Jahre, hat Alexandra Schöner an ihrem großformatigen Gemälde „Ein weites Land“ gearbeitet. So entstand auf der Leinwand nach und nach eine von Licht durchflutete Hochgebirgslandschaft, die derart in Blau und Türkis schwelgt, als hätte der Caumasee nahe der Schweizer Gemeinde Flims bei bestem Sommerwetter Modell gestanden. „Hat er nicht“, sagt nun die Künstlerin im PZ-Gespräch. Sie betont aber, dass sie samt ihrer kleinen Familie seit zwei Jahren naturnah wohnt: in Schömberg.

Bei der Vernissage zu ihrer Ausstellung „Hinter den Wipfeln“ in der Galerie des Hauses Bühler (zu sehen bis 24. Januar 2021) sorgte Musiker Michael Bönisch für ähnlich vielschichtige Klangmomente an der Hand-Pan, einem auf dem Schoß gespielten Metallinstrument mit mehreren Klangfeldern, das in Bern erfunden wurde, aber dennoch ganz und gar karibisch klingen kann.

Rechts neben dem Gemälde, das auch auf dem Flyer zu Alexandra Schöners Ausstellung beim Heimat- und Geschichtsverein Schömberg zu finden ist, hängt das kleine Triptychon „Die Spitze des Eisbergs“, mit dem die studierte Kunsttherapeutin den Blick der Besucher und Betrachter auf „unterirdische Lebensstrukturen“, auf das „Wirrwarr der Wurzeln“ lenken möchte. Die junge Künstlerin weiß: „Die Natur führt ihr Eigenlebe.“ Und weiter: „Wo grünes Leben willkommen ist, ist es nicht wichtig, um welche Pflanzen es sich handelt. Du bist willkommen – es gibt keine Unkräuter. Nur blühendes Leben.“ Anders gesagt: Ihr Werk bietet Raum für eigene Entdeckungen und gedankliche Querverbindungen.

Alexandra Schöners Ausstellung im frisch renovierten Haus Bühler umfasst mehr als zwei Dutzend sehenswerte Gemälde sowie einige fein arrangierte Objektkästen. Die Preise der Kunstwerke reichen von 30 Euro bis 2400 Euro. Die Ausstellung ist immer sonntags zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet. Grußworte bei der Vernissage sprachen der langjährige Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Dieter Wiedenmann, und Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn (CDU).

Weitere Informationen im Internet unter: www.hg-schoemberg.de