nach oben
Foto: Symbolbild
Foto: Symbolbild © dpa
16.09.2015

Blutige Messerstecherei in Calw stellt Staatsanwalt vor großes Rätsel

Völlig unklar ist der Hergang erheblicher Stichverletzungen zweier Männer im Alter von 19 und 43 Jahren. Da sich beide Verletzte gegenüber der Polizei äußerst bedeckt halten, hofft das mit der weiteren Bearbeitung betraute Kriminalkommissariat Calw um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung, die unter 07051/161-0 entgegengenommen werden.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte bereits am Montagabend eine Ärztin des örtlichen Krankenhauses die Polizei verständigt, als sie einen 19-Jährigen mit zwei bis zu fünf Zentimeter tiefen Stichwunden im Rücken- und Rumpfbereich und einer Schnittwunde an der Stirn behandelte. Gegenüber den Beamten gab der junge Deutsche an, von einem Unbekannten mit einem Messer von hinten tätlich angegriffen worden zu sein, als er am Montagabend gemeinsam mit seiner Schwester in der Innenstadt von Calw unterwegs gewesen wäre.

Der Täter sei anschließend in Richtung des Calwer Marktes geflüchtet. Näheres war nicht zu erfahren und zudem lehnte der erhebliche verletzte Mann auch eine weitere stationäre Behandlung im Krankenhaus ab.

Weitere Spuren führten schließlich am Dienstag zu einem 43-jährigen Algerier, der ebenfalls durch Messerstiche an Kopf und Bauch verletzt war, der bei der Polizei keine Anzeige erstattete und gleichfalls eine ärztliche Behandlung wie auch die weitere Zusammenarbeit mit der Polizei ablehnte.

Die Beamten der Kripo Calw vermuten aufgrund der Gesamtumstände eine Auseinandersetzung der beiden Männer unter Einsatz von Stichwaffen, die sich am Montagabend gegen 19.00 Uhr beim Marktplatz beziehungsweise der Kronengasse zugetragen haben könnte. Möglicherweise haben Passanten hierzu entsprechende Wahrnehmungen gemacht und können zur Klärung der Hintergründe beitragen.

 

Leserkommentare (0)