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© Symbolbild: dpa
01.07.2014

Blutiger Streit in Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Bretten

Bretten. Ein Streit unter zwei 31 und 39 Jahre alten Bewohnern einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber. An der Schießmauer in Bretten ist am späten Montagabend derart eskaliert, dass der jüngere der beiden seinem Kontrahenten eine schwere Stichverletzung am Oberkörper zufügte.

Der aus dem Iran stammende Verletzte, der gegen 23.40 Uhr selbst telefonisch Rettungsdienste und Polizei alarmiert hatte, wurde in eine Klinik eingeliefert. Von den Ärzten wird sein Zustand als stabil bezeichnet.

Der unter Alkoholeinwirkung stehende und der Tat dringend verdächtige 31 Jahre alte türkische Zimmernachbar des 39-Jährigen wurde noch in der Nacht aus seinem Zimmer heraus festgenommen. Die Staatsanwaltschaft stellt gegen den wegen Gewaltdelikten bereits polizeilich in Erscheinung getretenen Mann Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. Seine Vorführung vor dem zuständigen Richter ist für Mittwoch vorgesehen.

Unterdessen dauern die Ermittlungen nach dem genauen Ablauf des Geschehens wie auch nach dem Verbleib des Tatmessers bis zur Stunde noch an.

Offenbar war es zwischen den beiden Männern bereits mehrfach zum Streit gekommen. So sollen die Ermittlungen auch klären, ob eine im Laufe des Montags ärztlich versorgte Nasenbeinfraktur bei dem Beschuldigten aus diesen Streitereien herrührt.

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