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Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (rechts) wurde im SWR-Fernsehen von Moderator Clemens Bratzler interviewt. Foto: Screenshot
23.07.2015

Brand in Remchinger Flüchtlingshaus: „Hinweise auf Brandbeschleuniger“

Remchingen. Nach den jüngsten Aussagen der Polizei wird es immer wahrscheinlicher, dass der Brand im geplanten Asylbewerberheim in Remchingen-Singen absichtlich gelegt wurde. „Wir haben erste Hinweise darauf, dass möglicherweise Brandbeschleuniger eingesetzt wurde“, sagte Thomas Rüttler, Leiter der Einsatzgruppe Meilwiesen, am Donnerstag in der SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“. In dieser war Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon zu Gast (CDU), der vor einer Überforderung der Ehrenamtlichen warnte.

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Das abgebrannte Flüchtlingsheim in Singen.

Zwar sei derzeit eine „sehr hohe Hilfsbereitschaft aufgrund der weltweiten Krisen“ zu beobachten. Doch wenn wie geplant bis zu 150 Schutzsuchende nach Remchingen kommen – derzeit sind es 30 – bedürfe es einer umfangreichen und professionellen sozialen Betreuung, so Prayon. „Zwingend notwendig“ sei außerdem, weitere Länder wie den Kosovo als sichere Drittstaaten einzustufen, um Asylsuchende von dort leichter abweisen zu können. Er unterstützte zudem die Forderung von CDU-Spitzenkandidat Wolf nach zentralen Flüchtlingsunterkünften. „Die Idee ist gut und konsequent“, sagte Prayon. Nach Wolfs Vorschlag sollen Flüchtlinge so lange in großen Lagern mit durchschnittlich 1000 Plätzen bleiben, bis über ihren Antrag entschieden ist.

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