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Brandstifter halten die Einsatzkräfte in Bretten und Bruchsal in Atem.
Brandstifter halten die Einsatzkräfte in Bretten und Bruchsal in Atem. © Symbolbild: dpa
07.11.2011

Brandstifter halten Einsatzkräfte in Atem

BRUCHSAL/BRETTEN. Schon wieder haben nach Polizeiangaben Brände und Bretten in der Nacht zum Montag Feuerwehr und Polizei auf den Plan gerufen. Die Polizei ermittelt, ob es zwischen den Bränden einer Sattelzugmaschine sowie eines Feuers bei einem Baumarkt ein Zusammenhang besteht. Schon seit mehreren Monaten hält eine Serie von Brandstiftungen die Kriminalpolizei-Außenstelle in Bruchsal in Atem.

Im Bruchsaler Stadtteil Helmsheim wurde die Polizei in der Nacht zum Montag gegen 03.20 Uhr zu einem Feuer in einem Unternehmen in der Mergelgrube gerufen. Dort wurde nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen eine Sattelzugmaschine samt Auflieger in Brand gesetzt. Das Feuer griff dann auf mehrere Holzpaletten und zwei Lagercontainer mit Altmetall und Maschinenersatzteilen über, die in unmittelbarer Nähe abgestellt waren. Der alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Helmsheim gelang es in einem schwierigen und aufwändigen Einsatz, das Feuer zu löschen. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung der Polizei, an der sich acht Streifenwagen beteiligten, konnten keine Hinweise auf einen Tatverdächtigen erlangt werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen des geschädigten Unternehmens auf rund 150.000 Euro.

Gegen 05.25 Uhr bemerkt wurde ein ebenfalls auf Brandstiftung zurückzuführendes Feuer bei einem Baumarkt auf der Diedelsheimer Höhe in Bretten. Dort wurden auf dem hinteren Teil des Parkplatzes gelagerte Brennstoffe in Brand gesetzt. Von dem Feuer betroffen waren mehrere Paletten mit Briketts sowie Brennholz. Da beim Eintreffen der ersten Polizeistreifen Teile der Briketts bereits durchgeglüht waren, geht die ermittlungsführende Kriminalpolizei von einem deutlich früheren Brandausbruch aus. Die Freiwillige Feuerwehr Bretten übernahm die Brandbekämpfung, in deren Verlauf auch ein Radlader zum Einsatz kam, der den Brandschutt auseinander zog. Der bei dem Feuer entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro. Auch hier konnten bislang keine Hinweise auf den Verursacher des Brandes erlangt werden.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht und die Brände einer seit Monaten andauernden Serie von Brandstiftungen im nördlichen Landkreis zuzurechnen sind, ist Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei-Außenstelle Bruchsal. Deren Beamte bitten unter Telefon 07251/726-201 um die Mitteilung von verdächtigen Beobachtungen in der Nähe der Brandorte. Hinweise nimmt auch der rund um die Uhr erreichbare Kriminaldauerdienst unter Telefon 0721/939-5555 entgegen.