nach oben
Ein Großaufgebot von Einsatzkräften war am Sonntagabend nötig, um ein brennendes Heulager in Schwann zu löschen. Nun ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. © Keller
In einem Heulager im Straubenhardter Ortsteil Schwann gerieten am Sonntagabend rund 150 Heu- und Strohballen in Brand. © Tilo Keller
26.03.2017

Brennendes Heulager in Schwann: Möglicherweise legten Jugendliche das Feuer

Straubenhardt-Schwann. Nach dem Brand eines Heulagers im Straubenhardter Ortsteil Schwann am Sonntagabend geht die Polizei nach ersten Ermittlungen nun von vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung aus.

Gegen 19.15 Uhr war in einem Heulager bei einem landwirtschaftlichen Betrieb an der Gruppenstraße ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich rasend schnell auf die rund 150 Heu- und Strohballen aus, so dass die Feuerwehren aus Schwann, Feldrennach und Conweiler mit einem Großaufgebot von 41 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen anrückten und den Brand bekämpften.

Bildergalerie: Heulager in Schwann brennt lichterloh

Am Montagmorgen gab die Polizei auf Nachfrage von PZ-news nun bekannt, dass mehrere Zeugen zwei Jugendliche in der Nähe des Heulagers beobachtet hatten. Diese werden nun von den Ordnungshütern überprüft, das Haus des Jugendrechts übernimmt die weiteren Ermittlungen. Dessen Leiter Thomas Hoffmann erklärte, dass bislang keine greifbaren Beweise gegen die beiden vorlägen. Nach wie vor sei man in den Ermittlungen dringend auf Zeugenaussagen angewiesen. Wer etwas im Zusammenhang mit der Tat beobachtet hat, soll sich bitte unter der Rufnummer (07231) 6050040 beim Haus des Jugendrechts melden.

Das Löschen des Brandes am Sonntagabend gestaltete sich so schwierig, dass die Floriansjünger noch einen speziellen Großradlader des Technischen Hilfswerks anfordern mussten, um das Heu und Stroh auseinanderzuziehen. So könnten Glutnester im Inneren der Ballen bereits im Keim erstickt werden, so Martin Irion, Kommandant der Feuerwehr Straubenhardt. Auch ein Holzstapel in unmittelbarer Nähe wurde durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Glücklicherweise, so der Feuerwehrkommandant weiter, konnte ein Übergreifen des Feuers auf in der Nähe lagernde landwirtschaftliche Fahrzeuge und weitere Ballen verhindert werden. Die Löscharbeiten dauerten noch bis in die Nacht hinein an. Zur Schadenshöhe liegen bislang noch keine Erkenntnisse vor.