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Brutal geschlagen und mit einem Messer verletzt wurde ein 22-Jähriger (Symbolbild) aus Heimsheim. Sieben Männer hatten ihn und eine 21-jährige Frau in einer Wohnung bedroht und beraubt.
Brutal geschlagen und mit einem Messer verletzt wurde ein 22-Jähriger (Symbolbild) aus Heimsheim. Sieben Männer hatten ihn und eine 21-jährige Frau in einer Wohnung bedroht und beraubt. © Fuchs
25.03.2011

Brutaler Raubüberfall mit sieben Tätern aufgeklärt

HEIMSHEIM. Mit großer Brutalität haben insgesamt sieben Beschuldigte einen schweren Raub begangen, bei dem die Opfer in ihrer eigenen Wohnung bedroht und zum Teil geschlagen und mit einem Klappmesser verletzt wurde. Der Raub endete mit einem Unfall und Fahrerflucht, wobei der Fahrer der räuberischen Gruppe betrunken war und keinen Führerschein hatte. Hintergrund der Aktion könnte, so die Polizei, eine Auseinandersetzung im Dorgenmilieu sein. Die Räuber konnten durch die Kriminalpolizei Pforzheim, Außenstelle Mühlacker, ermittelt werden.

Die einschlägig polizeibekannten Männer im Alter von 16 bis 27 Jahren drangen am Montag, 14. März, gegen 22 Uhr in die Wohnung einer 21-jährigen Frau und eines 22-jährigen Mannes ein. Dort wurden sie durch die Täter ins Wohnzimmer gedrängt. Der 22-Jährige wurde getreten und geschlagen, wobei auch ein Klappmesser zum Einsatz kam.

Die Täter raubten dann einen dreistelligen Bargeldbetrag sowie einen LCD-Fernseher, eine Spielkonsole und ein Handy der 21-jährigen Frau. Die geraubten Gegenstände räumten sie in ein Fahrzeug, das einer der Täter fuhr, ohne allerdings im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Das dürfte seinen guten Grund gehabt haben, denn zur Tatzeit war der Fahrer betrunken und unmittelbar nach der Tat verursachte er auch noch einen Verkehrsunfall. Kein Wunder, dass er bei dieser Vorgeschichte Fahrerflucht beging.

Das 22-jährige Raubopfer erlitt durch das brutale Vorgehen der Täter neben einer Schnittwunde auch Prellungen am ganzen Körper sowie eine Nasenbeinfraktur. Er musste in einer Klinik in Leonberg ambulant behandelt werden.

In enger Zusammenarbeit mit der Kriminalaußenstelle in Leonberg konnten die Mühlacker Beamten insgesamt sieben Täter identifiziert werden. Das geraubte Geld wurde unter den Tätern aufgeteilt, die geraubten Gegenstände konnten den Geschädigten wieder zurückgegeben werden. Vier der Tatverdächtigen stammen aus Leonberg, zwei aus dem Enzkreis und eine Person war ohne festen Wohnsitz. Gegen vier der Täter wurde vergangene Woche beim Amtsgericht Pforzheim antragsgemäß Haftbefehl erlassen. pol