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Immer neue Bilder von der Umleitungsausschilderung beim Kreisverkehr an der Grenzsägmühle Richtung „Pfortzheim“ erreichen die Redaktion. Foto: Seemann
Immer neue Bilder von der Umleitungsausschilderung beim Kreisverkehr an der Grenzsägmühle Richtung „Pfortzheim“ erreichen die Redaktion. Foto: Seemann
15.07.2014

Buchstabensalat: Viele neue Fotos von "Pfortzheim"

Pforzheim. „Pfortzheim“ sei Dank: Auch Tage nach Aufstellung der Umleitungstafeln wegen der Straßensanierung bei Ellmendingen erreichen die Redaktion immer wieder neue Schnappschüsse.

Der Buchstabensalat auf den Schildern hat es so manchem Leser angetan. Dabei haben die Schildhersteller doch nur Pforzheims einstmals richtige Schreibweise aus dem Dunkel der Geschichte hervorgekramt. Auf langen Umleitungsstrecken braucht der Autofahrer Nahrung fürs Gehirn und kann sich so seinen Reim auf die besondere Nachhilfelektion in Heimathistorie machen. Das wär doch was: Künftige Verkehrsbaustellen werden an alten Ortsnamen ausgerichtet. Statt nach Öschelbronn fährt man dann nach Nessenbrunn, statt nach Dürrmenz nach Turmenz. Im Übrigen muss man nur die Suchmaschinen im Internet mit Pfortzheim füttern, um aufzuschrecken. Kaum zu glauben, wie viele Menschen die Goldstadt selbst heutzutage noch als Pfortzheim schreiben.

Sogar Parteien aus dem Ländle haben die Weisheit mit Löffeln gefressen. Etwa die Linke Baden-Württemberg in ihrer Internetpräsentation: Dort findet sich noch ein Aufruf, den „Naziaufmarsch in Pfortzheim zu verhindern“. Und natürlich weiß auch Vater Staat alles besser: In einer alten Aufstellung der Bundesautobahnen ist zwischen Karlsruhe und Stuttgart Pforzheim zu finden – selbstredend in der Schreibweise Pfortzheim. Zum Glück haben meine Bekannten keine Probleme: Die fahren zum Einkaufen nie nach Pforzheim oder Pfortzheim, sondern immer nur nach „Pforze“.