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02.08.2015

Budget für „Frühe Hilfen“ soll größer werden

Was vor rund zehn Jahren als Projekt „Schritt für Schritt“ zunächst im Raum Mühlacker begann, nämlich koordinierte Hilfsangebote speziell für Familien mit Kleinkindern, hat sich über die Jahre hinweg im Enzkreis zur festen Institution „Frühe Hilfen“ weiterentwickelt. Mittlerweile zeichnet sich mehr Personal- und damit auch Finanzbedarf ab.

Im Jugendhilfeausschuss des Kreistags gab Tatjana von Thaden, Sozialpädagogin und die Projektleiterin von „Frühe Hilfen“ beim Caritasverband Pforzheim, einen Situationsbericht, wobei sie von einer steigenden Zahl von Anfragen und daraus resultierenden Begleitungen von Familien sprach. Mit der Folge, dass sich die Einsatzkräfte an ihren Auslastungsgrenzen befänden.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, kündigte das Kreisjugendamt zu den Haushaltsberatungen 2016 einen Vorschlag zur Erhöhung der Finanzmittel an. Aktuell bezahlt der Enzkreis dem Caritasverband für die Leistungen der „Frühen Hilfen“ durch Familienhebammen und Kinderkrankenpflegerinnen sowie Familienbegleiterinnen rund 180 000 Euro im Jahr als Personalkostenersatz.

Steigender Bekanntheitsgrad

War früher eher der nordöstliche Enzkreis ein Schwerpunkt des Bedarfs an Begleitung junger Familien, so seien die Fälle mittlerweile übern ganzen Landkreis eher gleichmäßiger verteilt, so die Fachfrau von der Caritas. Eine Erkenntnis sei natürlich auch, dass die angebotenen Hilfen in den betroffenen Bevölkerungskreisen immer mehr bekannt würden, was dann laut von Thaden auch der Grund der steigenden Fallzahlen sein dürfte.

Erklärtes Ziel sei, junge Familien darin zu unterstützen, dass sich Kinder in gesunder Weise entwickeln könnten sowie die Erziehungs- und Elternkompetenz und alles vor dem Hintergrund, dass Gefährdungssituationen von Kindern verhindert würden. Dabei würden die Angebote jeweils am individuellen Bedarf und der jeweiligen Situation in der Familie beziehungsweise bei Alleinerziehenden festgemacht.