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Geschafft: Dieses Rehkitz konnte die Straubenhardter Initiative vor dem Tod durch die Mähmaschine schützen. Foto: Privat
Geschafft: Dieses Rehkitz konnte die Straubenhardter Initiative vor dem Tod durch die Mähmaschine schützen. Foto: Privat
22.05.2017

Bürger bewahren Rehkitze vor dem Tod durch Mähmaschinen

In den Monaten Mai und Juni werden überall die Rehkitze geboren. Zur selben Zeit fangen die Landwirte an, ihre Wiesen zu mähen und ihr Heu einzufahren. Um Bambi und seine Freunde vor dem Tod durch große Mähmaschinen zu bewahren, haben die Straubenhardterinnen Saskia Wicker und Anja Krämer die „Initiative gegen den Mähtod“ gegründet. 16 Rehen konnten Wicker und die anderen Helfer seither schon das Leben retten.

Angefangen hat alles vor zwei Jahren im kleinen Kreis. Seit Beginn wird die Initiative von Straubenhardts Revierförster Michael Bruder unterstützt. Inzwischen sind 15 Helfer aktiv, doch es dürften gerne mehr werden, sagt Saskia Wicker. Straubenhardts Schultes Helge Viehweg begrüße die Initiative, so Wicker und Bruder.

Den Rehkindern wird ihr Instinkt zum Verhängnis. In den ersten vier Lebenswochen lassen die Muttertiere ihre Kitze in den Wiesen zurück. Bei drohender Gefahr drücken sich die Rehe zum Schutz ins hohe Gras, anstatt zu fliehen. So bleiben sie zwar unentdeckt für ihre natürlichen Feinde wie Greifvögel oder Marder, aber eben auch für den mähenden Landwirt.

Wer bei der Rettung von Kitzen mitwirken möchte, kann sich unter suchteam-straubenhardt@web.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/groups/rehkitze/ bei den Helfern melden.

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