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Mit schöner Aussicht: Einer der Rundwege soll über den Königsbacher Berg verlaufen. Insgesamt gibt es 13 Routen.  Foto: Roller 

Bürger spenden Rekordsumme für Bänke in Königsbach-Stein

Königsbach-Stein. 16.800 Euro für die Anschaffung von Sitzgelegenheiten sind zusammengekommen.Wer in Zukunft durch Königsbach-Stein und die Umgebung läuft, dem wird sicher die eine oder andere neue Sitzbank auffallen. Dass sie aufgestellt werden können, ist in erster Linie den Bürgern der Gemeinde zu verdanken, die sich nicht nur rege bei der Suche nach geeigneten Standorten, sondern auch an der Finanzierung beteiligt haben.

16.800 Euro sind in den vergangenen Monaten zusammengekommen. Eine „gewaltige Summe“, findet Bürgermeister Heiko Genthner, der sich bei allen Spendern bedankt.

Das Aufstellen von neuen Sitzbänken ist ihm ein persönliches Anliegen, für das er auch im Wahlkampf immer wieder geworben hatte. „Letztes Jahr im Frühsommer bin ich immer wieder auf das Thema angesprochen worden“, erzählt Genthner. Zugleich ist das Ganze ein Teil des Quartiersentwicklungsprojekts „Gemeinsam Zukunft gestalten“ und dort als Idee direkt aus der Prozessbegleitgruppe gekommen. „Das war ein toller Ersatz, um auch in Lockdown-Zeiten ein Projekt zu starten, bei man wir gemeinsam mit den Bürgern etwas auf die Beine stellen“, erklärt Michaela Bruder. Sie leitet das Netzwerk 60 plus, koordiniert das Quartiersentwicklungsprojekt und kann kaum fassen, wie viel für die Bänke gespendet worden ist.

Mit einem Anteil von 48 Prozent kommt das meiste Geld von Unternehmen, 35 Prozent kommen von Bürgern und der Rest von Vereinen. Das Geld erlaubt die Beschaffung von 42 Sitzbänken, die über die gesamte Gemarkung verteilt werden sollen. Um die genauen Standorte zu ermitteln, hat man die Einwohner um Vorschläge gebeten. Insgesamt sind 126 verschiedene eingegangen, die Michaela Bruder und Bauhofleiter Stefan Giek gesammelt und ausgewertet haben. Zusammen mit seinen Bauhof-Kollegen überprüfte Giek jeden auf Umsetzbarkeit. Denn nicht an allen vorgeschlagenen Standorten ist das Aufstellen einer Sitzbank ohne weiteres möglich. Etwa, weil sie der Landwirtschaft im Weg oder auf privaten Flächen stünden. All das haben Giek und seine Kollegen berücksichtigt – und insgesamt 13 Rundwege konzipiert, die vom Ortskern aus leicht erreicht und in den meisten Fällen auch mit Rollatoren begangen werden können. Von den 126 Vorschlägen können so 77 zur Umsetzung kommen.

Zwei Rundwege verlaufen über die gesamte Gemarkung, sechs liegen auf Königsbacher Seite, fünf in Stein. Die Bänke sollen nach und nach aufgestellt werden. Ab Februar können die Bänke laut Bruder geliefert werden. Die Spender werden auf einer Plakette namentlich genannt, wenn sie das wünschen. Ausgeschildert werden sollen die Rundwege zwar nicht, aber es soll die Möglichkeit geben, sie im Internet über Google Maps aufzurufen.

Um die Bänke zu pflegen, sind Individualpatenschaften ebenso denkbar wie ein Bankpflegetag, bei dem ein- bis zweimal pro Jahr Bürger mit Unterstützung des Bauhofs anpacken.