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150 Bürger sind in die Kulturhalle in Grunbach gekommen, um sich das Angebot der Firma BBV genauer anzuhören.  Foto: Fux 

Bürgerinfo -Abend in Engelsbrand: Schnelles Internet stößt auf sehr großes Interesse

Engelsbrand. Großes Interesse herrschte bei der Infoveranstaltung zum Breitbandausbau durch die Firma BBV am Donnerstagabend in der Kulturhalle in Grunbach. Unter den etwa 150 jungen und älteren Zuhörern war nicht nur Engelbrands Bürgermeister Thomas Keller, sondern auch seine Bürgermeisterkollegen aus Keltern, Steffen Bochinger, und Unterreichenbachs Rathauschef Carsten Lachenauer. Bei de verfolgten aber vor allem private Interessen: Lachenauer wohnt in der Gemeinde und Bochinger stammt aus Grunbach.

Der Abend diente Marcus Böker, der bei BBV Leiter für den kommunalen Netzausbau ist, dazu: kräftig die Werbetrommel für den schnellen Breitbandausbau zu rühren. Denn das Unternehmen verspricht, schnelle Glasfaserleitungen in alle Wohnstraßen der Gemeinde zu verlegen – wenn bis 15. März mindestens 973 Kunden Verträge mit der BBV abschließen. „Das ist sportlich“, sagte Böker und betonte: „Die Kennzahl ist fix, aber nicht in Stein gemeißelt. Mangle es am Schluss an ein paar Verträgen, ließe man das Projekt nicht fallen, sondern verlängere die Aktion, ließ der Mann aus dem BBV-Vertrieb auf eine Besucherfrage durchblicken.

Die Bürger interessierte Folgendes: Sie wollten wissen, ob schon bald die Bagger anrollen. Ob sie mit Behinderungen rechnen müssten. Wer der Investor ist. Und wie viel ins Ausland telefonieren künftig kostet.

Die Arbeiten sollen bereits im Juni beginnen, geht es nach Böker, „dann auch gerne schneller“. Das Glasfaserkabel werde circa 60 Zentimeter unter der Erde verlegt – auf welche Straßenseite werde im Einzelnen entschieden und die Bauarbeiten würden meist die Gehwege betreffen. Man wolle auch Synergien nutzen, beispielsweise, wenn Straßen bereits geöffnet sind oder auch mit dem Zweckverband Breitband zusammenarbeiten, über Mieten sprechen und vieles mehr.

Ein Besucher war im Kopf schon deutlich weiter: „Gibt es in Engelsbrand bald freies Wlan?“, wollte er von Bürgermeister Thomas Keller wissen. „Bevor man tanzen kann, sollte man erstmal laufen können“, antwortete Keller.

Und schon packte Böker ein Bonbon für die Vereine aus: Jeder Verein, der einen Vertrag abschließe, erhalte vom Unternehmen unter bestimmten Bedingungen 25 Euro. Insgesamt stünden dafür 25 000 Euro zur Verfügung.

Um die nötige Anzahl von Verträgen zu bekommen, der mit der Gemeinde Engelsbrand ist bereits in trockenen Tüchern, geht die Firma in die Offensive: Wenn das Haus nicht weiter als zehn Meter vom Gehweg entfernt liegt, koste der Hausanschluss null Euro, jeder weitere Meter 70 Euro. Fällig wird eine Aktivierungsgebühr von 100 Euro.