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06.04.2010

Bürgermeister Jörg-Michael Teply übernimmt das Steuer in Wurmberg

WURMBERG. Welch ein Start für Jörg-Michael Teply: Bei der offiziellen Amtseinsetzung am Dienstagabend hießen ihn knapp 300 Gäste in der Turn- und Festhalle feierlich als ihren neuen Bürgermeister von Wurmberg willkommen.

Bildergalerie: Amtseinsetzung des neuen Wurmberger Bürgermeisters Teply

Ruhig war die Nacht von Jörg-Michael Teply vor seinem ersten Arbeitstag am Dienstag: „Ich habe gut geschlafen.“ Seine Nervosität steigerte sich aber auf der Fahrt ins Rathaus. Denn: An die alte Wirkungsstätte zurückzukehren, sei schon ein eigenartiges Gefühl, sagte Teply auf PZ-Anfrage. Von 2000 bis 2008 war er Hauptamtsleiter von Wurmberg, jetzt kam er als Bürgermeister aus dem Mühlacker Rathaus zurück.

Am Dienstag hat Teply seinen Schreibtisch eingeräumt und erstmals auf dem Sessel des Rathauschefs Platz genommen. Doch: „Daran muss ich mich erst noch gewöhnen.“ Damit ihm das leichter fällt, haben am Dienstagabend knapp 300 Wurmberger ihrem neuen Bürgermeister einen herzlichen Empfang bereitet – unter den Gästen waren auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Erik Schweikert, FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke, die CDU-Landtagskandidatin Viktoria Schmid, viele Bürgermeister aus der Region sowie Vertreter der Kirchen, Schulen, Vereine, Polizei und Feuerwehr. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Harmonika-Spielring Platte unter Leitung von Uwe Müller.

Groß seien die Fußstapfen, die Amtsvorgänger Helmut Sickmüller hinterlasse, sagte Thomas Meeh, erster Bürgermeister-Stellvertreter: „Aber ich bin sicher, dass Herr Teply sie auf seine Art ausfüllen wird.“ Die Ansiedlung einer Tankstelle, den Ausbau des Waldenserwegs, die Vermarktung von Bauplätzen – all das seien Teplys Aufgaben, so Meeh.
Wolfgang Herz, stellvertretender Landrat des Enzkreises, erinnerte an den Rückenwind der Wähler, mit dem Teply als Alleinkandidat ins Wurmberger Rathaus einzieht. Thomas Knapp, SPD-Landtagsabgeordneter, sprach im Namen der Abgeordneten und begrüßte insbesondere Teplys Frau Daniela: „Für das neue Amt Ihres Mannes ist der familiäre Rückhalt enorm wichtig.“

Dass Wurmberg eine Langzeitanstellung werden könne, hielt Jürgen Kurz, Bürgermeister von Niefern-Öschelbronn und Vize-Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg mit einem Augenzwinkern auf die 32-jährige Amtszeit Sickmüllers für möglich. Mönsheims Bürgermeister Thomas Fritsch sprach für die Zweckverbände und übergab Teply ein Trikot des FC Bayern München – mit Unterschriften der Profikicker und einer großen Eins auf dem Rücken: „Damit niemand vergisst, wer nun Nummer Eins in Wurmberg ist.“

Die Entwicklung einer Gemeinde bezeichnete Teply als eine Schiffsreise mit verschiedenen Zielen: „Und als Ihr Bürgermeister will ich die Segel so setzen, dass unser Gemeinde weiter Fahrt aufnimmt“, versprach Teply den Wurmbergern – seiner Mannschaft, wie er selbst sagt. Schon im Wahlkampf hatte Teply betont, dass er die Bürger in die Zukunft der Gemeinde einbeziehen wolle. Er setzt auch auf ein Miteinander der Heckengäugemeinden, um gemeinsam die größer werdenden Herausforderungen zu bewältigen.

Neben Feuerwehrkommandant John-Marco Fader gab Frank Rösel für die Kirchen Teply Wünsche auf den Weg. Und Andreas Fritz stimmte im Namen der Vereine ein Lied auf den neuen Bürgermeister an, bei dem die Gäste im Saal sofort mitsangen: „Aus dem schönen Wurmberg kommen wir.“ Warum sollte sich Teply da nicht schnell eingewöhnen?