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Ein Blick in die Zukunft gab der Geschäftsführer der B&O-Gruppe Ernst Böhm (von rechts) der Ersten Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt, den Bürgermeistern von Neulingen und Ölbronn-Dürrn, Michael Schmidt und Norbert Holme, sowie Neidhardts Vorgänger im Amt, Wolfgang Herz.  Foto: Enzkreis/Rose Jelitko 

Bürgermeister aus dem Enzkreis und Landratsamt werfen einen Blick in die Zukunft des Bauens

Enzkreis. Alles andere als auf dem Holzweg unterwegs waren Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau, die Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt sowie zwölf Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Kreis. Um sich zu zukunftsfähigen Bautrends zu informieren, ließen sie sich bei einer Exkursion in Bad Aibling und in München aus erster Hand die aktuellen Entwicklungen in Sachen nachhaltiges Bauens aufzeigen.

So bietet die B&O-Gruppe ihren Kunden speziell entwickelte Lösungen in den Bereichen Sanierung beziehungsweise Modernisierung an. Außerdem erstellt sie Neubauten in Holz-Hybrid-Bauweise. Geschäftsführer Ernst Böhm sieht darin sowie in der zeitgemäßen Aufarbeitung von Bestandsgebäuden die Zukunft des Bauens. Auf dem Firmengelände in Bad Aibling stehen nicht nur Gebäude in Holzhybrid-Bauweise: An drei Forschungshäusern aus Beton, Mauerstein und Holz wird erprobt, wie sich diese Materialien über die Jahre verhalten.

Am Beispiel all dieser Gebäude erläuterte Thomas Hähle, Geschäftsführer der Stuttgarter Niederlassung, der Enzkreis-Delegation den Ansatz von B&O: Um der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, wird Überflüssiges weggelassen – die Bauten sind auf ihre reine Funktion reduziert. „Ein durchaus zukunftsfähiges Konzept“, findet Landrat Bastian Rosenau Wie man nicht nur nachhaltigen, sondern auch bezahlbaren Wohnraum schafft, erfuhr die Delegation in München beim preisgekrönten Pilotprojet am Dantebad. Dort entstanden Wohnhäuser auf Stelzen über einem Parkplatz. Die insgesamt 144 Wohnungen wurden in Holzständerbauweise auf einem Betontisch errichtet, damit möglichst viel des knappen Parkraumes erhalten wurde. Das Dach wird als Spielplatz genutzt. Nachahmenswert sei, dass das Dante-Haus mehrfach „kopiert“ werde. Auf diese Weise spare man wertvolle Zeit und bares Geld und könne vor allem schneller bezahlbaren Wohnraum errichten, so Rosenau.

„Mit dieser Exkursion knüpfen wir an die Wanderausstellung „Holz.Bau.Architektur“ an, die wir im Februar letzten Jahres im Landratsamt zeigen konnten und die ausgezeichnete Bauvorhaben mit dem Baustoff Holz vorstellte“, erläutert Dezernentin Neidhardt, die im Landratsamt für Baurecht und Klimaschutz zuständig ist. „Durch die akutelle Debatte um diese Themen erfärt Holz als Baustoff neue Wertschätzung.“

„Der Enzkreis möchte so schnell wie möglich klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es große Anstrengungen. Am Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und an innovativen Konzepten, um Spielräume für die Zukunft zu erhalten, führt dabei kein Weg vorbei. Und letztlich müssen dafür alle an einem Strang ziehen – weder der Kreis noch einzelne Gemeinden schaffen das allein“, betont Landrat Bastian Rosenau.