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Vier Bewerber gehen bei der Bürgermeisterwahl in Birkenfeld ins Rennen: Martin Steiner hat bisher die Nase vorn.
Vier Bewerber gehen bei der Bürgermeisterwahl in Birkenfeld ins Rennen: Martin Steiner hat bisher die Nase vorn. © Privat
08.05.2011

Bürgermeisterwahl in Birkenfeld: Bisher liegt Steiner vorn

BIRKENFELD. Es zeichnet sich schon jetzt eine klare Tendenz ab bei der Bürgermeister-Wahl in Birkenfeld: Nach drei von zehn bereits ausgezählten Wahlbezirken, hat Martin Steiner mit rund 70 Prozent der Stimmen die Nase vorn. Um Bürgermeister zu werden, braucht der Sieger im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen.

Es wird spannend in Birkenfeld. 8333 der insgesamt 10.560 Bürger in Birkenfeld, Gräfenhausen und Obernhausen sind aufgerufen, einen Nachfolger für Reiner Herrmann als Bürgermeister zu wählen. Und die Birkenfelder haben die Qual der Wahl: Gleich vier Kandidaten bewerben sich um das Amt von Herrmann, der nach 24 Amtsjahren am 31. Juli in den Ruhestand geht. Das heißt aber auch, dass es eventuell einen zweiten Wahlgang geben wird, wenn nicht ein Kandidat alle anderen überragt und mehr als 50 Prozent aller Stimmen auf sich vereinigen kann. PZ-news wird gleich nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses darüber berichten und noch am Abend ein Video zur Wahl zeigen.

Bei der letzten Bürgermeisterwahl vor acht Jahren waren es noch 7794 Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 58,5 Prozent. Wie sehr das schöne Wetter die Wahlbeteiligung beeinflussen wird, steht noch aus. Spannend ist die Wahl allemal, denn neben dem eher wenig ernsthaft und ambitioniert zu wertenden Dauerkandidaten Jürgen Widmann (53) aus Waiblingen, der sich schon landauf, landab als Bürgermeister beworben hat, gibt es drei Kandidaten, denen man einen Sieg zutrauen kann.

Zwei von ihnen sind kommunalpolitisch bereits in Erscheinung getreten – allerdings nicht in Birkenfeld, sondern in Pforzheim. Da wäre zum einen der Huchenfelder Politikwissenschaftler Martin Steiner (35), verheiratet, zwei Kinder. Er saß für die CDU im Pforzheimer Stadtrat und arbeitet als Büroleiter von Pforzheims Erstem Bürgermeister Roger Heidt. Zum anderen tritt der Diplom-Kaufmann Michael Schwarz (46) an, der mit seiner Lebensgefährtin in Würm lebt, als Unternehmensberater selbstständig ist und als Vorsitzender der Freien Wähler Pforzheim für diese im Stadtrat sitzt.

Kommunalpolitisches Neuland betritt die Pforzheimer Diplom-Kauffrau Sabine Richter (43). Sie ist verheirat, hat zwei Kinder und betreibt eine Kommunikationsagentur betreibt. Für sie ist die Wahl quasi eine Premiere.

Für viele Birkenfelder Wähler gilt das auch, denn diese Bürgermeisterwahl ist für viele Bürger die erste, bei der kein Amtsträger zur Wiederwahl antritt. Ein „Weiter so mit Altbewährtem“ ist also nicht möglich, denn nach 24 Jahren Herrmann als Bürgermeister muss nun ein neuer Kopf an die Spitze der Verwaltung gewählt werden. Ob das gleich im ersten Wahlgang geschieht, ist fraglich. Um Bürgermeister zu werden, braucht der Sieger im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen.

Sollte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erringen, folgt ein zweiter Wahlgang, bei dem dann die relative Mehrheit reicht. Sollte es dazu kommen, können sich von kommendem Montag bis Dienstag, 17. Mai, bisherige Bewerber zurückziehen oder neue melden. Der zweite Wahlgang würde dann am Sonntag, 29. Mai, über die Bühne gehen.