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Wie man in der Therapie Hilfsmittel, wie einen „Help-Arm“ einsetzt, ließ sich Saskia Esken (sitzend) von Ergotherapeutin Silvia Schaudel in Schömberg zeigen, aufmerksam beobachtet durch (von links): Gerhard Niemann, Hilde Mattheis und Adalbert Erben. Foto: Friedrich Eschwey
Wie man in der Therapie Hilfsmittel, wie einen „Help-Arm“ einsetzt, ließ sich Saskia Esken (sitzend) von Ergotherapeutin Silvia Schaudel in Schömberg zeigen, aufmerksam beobachtet durch (von links): Gerhard Niemann, Hilde Mattheis und Adalbert Erben. Foto: Friedrich Eschwey
14.07.2015

Bundestagsabgeordnete besuchen Schömberger Kinderklinik

Schömberg. Wie verankert und finanziert man eine Einrichtung in der aktuellen Krankenhauslandschaft, die weder eine klassische Klinik noch eine übliche Einrichtung für Rehabilitation ist?Diese grundsätzlichen Fragen und einige fachliche Detailfragen erörterten vor Ort die SPD-Bundestagsabgeordneten Saskia Esken und Hilde Mattheis mit Dr. Gerhard Niemann und Adalbert Erben, Geschäftsführer der Kinderklinik Schömberg. Die Kinderklinik behandelt und rehabilitiert Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Hirnschädigungen.

„Wenn die Gesellschaft will, dass die Medizin den Zeitpunkt einer Frühgeburt immer weiter senkt, trotz der damit verbundenen Risiken einer Hirnschädigung, dann muss sie auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen und erhalten, dass geschädigte Kinder in besonderen Einrichtungen wie unserer Klinik angemessen behandelt und betreut werden können“, führte Chefarzt Gerhard Niemann als ein Beispiel für eine Patientengruppe an.

Bei einer solchen besonderen Einrichtung können keine Einnahmen mit teuerer Apparatemedizin generiert werden und die intensive, individuelle Betreuung führe zu achtzig Prozent Personalkostenanteil, so Niemann. „Das erfordert, dass die jährlich gesetzlich zugestandenen Budgetsteigerungen der Lohnkostenentwicklung angepasst werden“, erläuterte Adalbert Erben, der auch kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart ist.

Wichtige Kooperation

Kosten spare man dadurch, dass aufwendige Verwaltungsaufgaben in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Stuttgart erledigt würden. Beide Geschäftsführer baten die Abgeordneten bei anstehenden Gesetzesänderungen des Bundes im Gesundheitswesen, die Besonderheiten der besonderen Einrichtungen zu berücksichtigen.

Beeindruckende Arbeit

Hilde Mattheis, die Obfrau im Ausschuss für Gesundheit des Bundestages ist, nahm die Gelegenheit war, intensiv Detailfragen mit den beiden Praktikern zu erörtern.Beim Rundgang durch die Kinderklinik zeigten sich die Abgeordneten beeindruckt vom Therapie- und Betreuungsangebot der Einrichtung.