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Für die richtige Stimmung sorgte Livemusik von „Tinnitus Interruptus“.
Mit Stock und Schwert proben Jens Leinhas (rechts) und Patrick Mahler beim Mittelaltermarkt im Schlossgarten Neuenbürg den Schaukampf. Falk
02.08.2015

Buntes Markttreiben im Schlossgarten Neuenbürg wie vor 800 Jahren

Zurück zu Gauklern, Lagerfeuer und Minnesang: Wer am Wochenende den Mittelaltermarkt im Neuenbürger Schlossgarten besucht hat, wurde sofort in die Zeit um das Jahr 1200 katapultiert. An über 50 Ständen präsentierten die Spielleute und Landsknechte Neuenbürg all das, was es braucht, um die Besucher in die Zeit von vor über 800 Jahren zurückzuversetzen.

Bildergalerie: Mittelaltermarkt im Schlossgarten in Neuenbürg

Wer den „Marktplatz“ betrat, fand sich sofort im bunten Treiben zwischen den verschiedensten Ständen wieder: Da gab es die „Bleigießerey“, die Pfeil und Bogen Manufaktur und den „Holzkönig“ mit seinen vielen verschiedenen Schwertern. Am Schmuckstand konnte dem mittelalterlichen Kostüm der letzte Schliff verliehen werden. Auf dem „Kramereiweg“ weitergegangen wurde es für die kleinen Besucher interessant: Ob Körbe flechten, eine Schatzkiste bauen oder Zauberstäbe selbst gestalten – in der „Schafferey“ fand jedes Kind eine Beschäftigung. Ein paar Meter weiter hieß es dann: essen und trinken wie im Mittelalter. Da durften Klassiker wie das Stockbrot oder der „Hexenfladen“ nicht fehlen. Gemüseliebhaber kamen mit dem „Feenzauber“-Salat auf ihre Kosten und in King Arthurs „Hanf-Beckerey“ gab es allerlei Kreationen mit Hanf zu entdecken.

Damit dem bunten Treiben im Schlossgarten nicht die richtige Atmosphäre fehlte, sangen die sechs Musiker von „Tinnitus Interruptus“ zu den Klängen von Flöte und Mandoline Lieder wie „Hey, hör mal her, überleg mal wie das wär“.

Viel Show geboten

Auch an Showeinlagen neben dem Marktangebot mangelte es den Mittelalterbegeisterten am Wochenende nicht: Von Livemusik, über die große Feuershow am Abend bis zum Schaukampf des Freyen Banner Enztal gab es für die Besucher viel zu erleben. Und wer dann noch selbst etwas ausprobieren wollte, konnte sich an Axtwurf und Bogenschießen versuchen.

Für alle handwerklich Interessierten ging es abseits vom „Marktplatz“ etwas ruhiger zu. Nebenan lud das „Handwerkerviertel“ zum Zuschauen und Staunen ein. Hier wurde noch geschliffen und gemeißelt wie im Mittelalter.