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Buntmetalldiebe in Engelsbrand brechen Beutezug ab

Engelsbrand. Unbekannte haben in der Nacht auf Montag versucht, Buntmetall im Wert von mehreren Tausend Euro von einem Firmengelände in Engelsbrand zu entwenden. Offenbar wurden die Täter aber bei ihrem Vorhaben gestört.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei verschafften sich die Diebe zwischen 20 Uhr und 6 Uhr zunächst gewaltsam Zutritt zu dem am Quellenweg gelegenen Firmengelände. Anschließend hebelten sie mit brachialer Gewalt das Rolltor einer Lagerhalle auf. Aus der Halle entnahmen sie verschiedene Rohmaterialen und Fertigbauteile aus Metall und legten diese zum Abtransport bereit.

Offenbar wurden die Langfinger jedoch bei der weiteren Tatausführung gestört, denn sie ließen das bereitgelegte Material am Tatort zurück und flüchteten letztlich ohne Beute. Wer verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat wird gebeten, sich mit dem Polizeirevier Neuenbürg unter Telefon (07082) 79120 in Verbindung zu setzen.

Zum Monatsanfang hatten Buntmetalldiebe mehrmals in der Region zugeschlagen. Sie seien dabei überaus dreist vorgegangen, wie Polizeisprecher Frank Otruba damals betonte. Nachdem Unbekannte im Pforzheimer Gewerbegebiet Altgefäll im Hagenschieß Metall im Wert von rund 100.000 Euro aus einer Firma gestohlen hatten, traf es wenig später ein Unternehmen im Gewerbegebiet Hohenäcker in Pforzheims Norden. Rund fünf Tonnen Buntmetall nahmen die Täter dort mit und stahlen zudem ein Auto, das sie als Transporthilfe  

Definitiv handele es sich um organisierte, also intensiv vorbereitete Taten, so Otruba. Denn für den Diebstahl tonnenschweren Materials müsse „logistisch einiges auf den Weg gebracht“ werden. So vermutet die Polizei für den Vorfall im Altgefäll, dass ein Kran zum Einsatz kam, der zu diesem Zeitpunkt auf einer gegenüberliegenden Baustelle stand. Etliche Kilo unbeschichtetes Kupfer, mehrere Kupferspulen sowie mehr als eine Tonne Rohmaterial wurden dort gestohlen. Die jeweiligen Tatorte müssen ausbaldowert worden sein.  

Die eigene Dreistigkeit spielt den Tätern in die Karten. Ihre Diebeszüge müssen längere Zeit andauern und Lärm verursachen. Anwohner gehen jedoch wohl davon aus, dass auf dem Firmengelände zwar zu später Stunde, aber ganz normal gearbeitet werde.

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