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Die CDU-Gemeinderatsfraktion in Pforzheim ist für eine Anbindung des westlichen Enzkreises mit einer Stadtbahn.
Die CDU-Gemeinderatsfraktion in Pforzheim ist für eine Anbindung des westlichen Enzkreises mit einer Stadtbahn.
25.01.2011

CDU für Stadtbahn-Anbindung des westlichen Enzkreises

ENZKREIS/PFORZHEIM. Nun schließt sich auch die Pforzheimer CDU-Gemeinderatsfraktion dem Vorschlag der FDP an, die Chancen einer neuen Stadtbahn durch den Enzkreis bis Ittersbach noch einmal genauer zu untersuchen. „Selbstverständlich würde die Schienenanbindung des westlichen Enzkreises Pforzheim als Einkaufsstadt attraktiver machen“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Florentin Goldmann.

Ein neues Nutzen-Kosten-Gutachten, bei der die Streckenführung durch die Innenstadt berücksichtigt würde, ist für die CDU „für spätere Überlegungen interessant“. Angesichts der städtischen Haushaltslage setze sich die CDU aber dafür ein, die Stadtbahnanbindung zunächst über bestehende Gleise vorzunehmen. „In einem zweiten Schritt kann man dann darüber nachdenken, neue Schienen zu verlegen“, sagte Goldmann. Pforzheim und der Enzkreis hatten die Idee für eine neue Stadtbahnstrecke aufgegriffen – bis eine Studie ergab, dass der Nutzen die hohen Kosten nicht übersteigen werde. Die Pforzheimer FDP will jetzt mit einem neuen Gutachten herausfinden, ob sich die Nutzen-Kostenrechnung verbessern lässt.

„Redet nicht so viel“

Unterdessen wird im Online-Forum der PZ den beiden Gemeinderatsfraktionen FDP und CDU vorgeworfen, das Thema „immer nur vor Wahlen aufzugreifen“. Internetnutzer beklagen, dass die Politiker bisher nicht über Ankündigungen hinausgekommen wären. Die Strecke sei für Fahrgäste der Bahn wünschenswert, demgegenüber stünden aber hohe Kosten „allein schon für die Strecke von Brötzingen bis Straubenhardt“. „Redet nicht so viel, schafft doch erst mal die Westtangente ins Nagoldtal“, macht sich einer für die bereits lange diskutierte Straßenumgehung stark. rst

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