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13.05.2016

CDU will sich nach der Landtagswahlschlappe in den Kommunen profilieren

Enzkreis/Pforzheim. Die neue Landesregierung steht. Nach fünf Jahren Pause wieder mit der CDU – aber eben in der Rolle des Juniorpartners der Grünen. An der Parteibasis im Enzkreis und in Pforzheim hatte diese Vorstellung bei nicht wenigen für Sorgenfalten gesorgt. Und die dramatischen Stimmverluste bei der Landtagswahl, der Verlust beider Mandate – dieser Stachel sitzt tief in der Partei, die in der Region immer so tief verwurzelt war.

Beim Sonderparteitag in Kieselbronn im April war das zu spüren. Über die Gründe für die Niederlage gingen die Ansichten ziemlich auseinander. Einigkeit herrschte bei Winfried Scheuermanns Ruf nach personeller Erneuerung. Und dass der frühere Ministerpräsident und Kreisvorsitzende Stefan Mappus im Gespräch mit der PZ die kommunale Ebene als wichtige Quelle für ein Wiedererstarken nannte, hätten in Kieselbronn auch viele so unterschrieben.

Bei der ersten großen kommunalen Entscheidung seit der Landtagswahl unterlag freilich die frühere CDU-Landtagsabgeordnete Viktoria Schmid im Rennen ums Bürgermeisteramt in Niefern-Öschelbronn überdeutlich der parteilosen Verwaltungsfachfrau Birgit Förster. Und wie steht die CDU nun auf der ihr so wichtigen kommunalen Ebene in der Region da? Das Bild ist sehr geteilt. Bei den Bürgermeistern sieht es für die Union sogar ziemlich gut aus. Bei den letzten Vorstößen aufs Landratsamt (das war bereits 2004) und auf den Vorsitz im Regionalverband Nordschwarzwald waren CDU-Kandidaten gescheitert. Zu neuen Vorstößen sagt die Partei noch nichts.

Viel Lob in der CDU heimst derzeit der neue Kreisvorstand der Jungen Union um Philipp Dörflinger mit seinen Ideen für größere Nähe zu den Bürgern ein. Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.