nach oben
Stolz auf eine erfolgreiche Geschichte: Die Institutsleiter Dr. Rolf Dorka und Dr. Gero Leneweit bei der Feier zu 50 Jahren Carl Gustav Carus-Institut. Tilo Keller
Stolz auf eine erfolgreiche Geschichte: Die Institutsleiter Dr. Rolf Dorka und Dr. Gero Leneweit bei der Feier zu 50 Jahren Carl Gustav Carus-Institut. Tilo Keller
14.05.2017

Carl Gustav Carus-Institut hat in Öschelbronn - Krebstherapie mit internationalem Ansehen

Das Carl Gustav Carus-Institut hat in Öschelbronn das 50-jährige Bestehen gefeiert. Die Institutsleiter Dr. Gero Leneweit und Dr. Rolf Dorka haben sich über den Besuch von Wegbegleitern und Interessierten gefreut, die am Festakt im Saal des Johanneshauses teilgenommen haben.

Dr. Gero Leneweit gab einen kurzen Einblick in die 50-jährige Geschichte des Carl Gustav Carus-Instituts, das im Jahr 1967 aus der Gesellschaft zur Förderung der Krebstherapie heraus gegründet wurde. „Es gab viele Menschen, viele Geburtshelfer“, sagte Leneweit. Er hob Dr. Hans Werner, den späteren Gründer der Klinik Öschelbronn, sowie Hans Rivior und Thomas Göbel hervor, die ihr ganzes Leben an der Entwicklung des Instituts mitgewirkt haben. Der Schwerpunkt lag auf der pharmazeutischen Entwicklung von Mistelpräparaten.

Mit der Gründung der Klinik in Öschelbronn im Jahr 1975 kam auch das Carl Gustav Carus-Institut in den Ort. „Über viele Jahre sind wir in der Klinik Öschelbronn mitgetragen worden und haben große Unterstützung erfahren“, sagte Leneweit. Im Laufe der Jahre haben sich aus dem Institut heraus weitere Firmen gegründet, damit die entwickelten Präparate zu den Ärzten und Firmen finden können. Die Misteltherapie hat längst internationales Ansehen erreicht und die Forschungsprojekte werden von europäischer Seite unterstützt. Lenneweit machte darauf aufmerksam, dass das Institut kurz vor einem Neubau stehe und lud alle Gäste schon mal zur Eröffnung in zwei Jahren ein.

Bürgermeisterin Birgit Förster überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde. „Sie wurden von den Einheimischen zunächst etwas beobachtet und dann als seltsam eingestuft“, erinnerte sie an die Anfänge. „Aber der Erfolg gibt ihnen Recht.“ Olaf Hübner vom Dezernat für Familie und Soziales überbrachte die Glückwünsche des Landkreises. „Die Bedeutung des Instituts geht über den Enzkreis und die Region weit hinaus“, betonte er, hob aber auch die Bedeutung für die Menschen im Enzkreis hervor.

Zu den Gratulanten gehörte auch Johannes Kühl, Leiter der Naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum. In Vorträgen berichteten Dr. Reiner Penter über Mistelfiebertherapie und Dr. Matthias Girke über die Perspektiven Anthroposophischer Medizin in der Onkologie. Dazwischen gab es Gelegenheit, mit den Mitarbeitern des Carl Gustav Carus-Instiuts ins Gespräch zu kommen.