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Carmen Schneider wurde im Mai zur Sternenfelser Amtsverweserin gewählt. Dazu gratulierte ihr Bürgermeisterstellvertreter Klaus Riekert.  Foto: PZ-Archiv 

Chefin auf Zeit: Amtsverweserin tritt bald ihren Posten an

Sternenfels. Nun ist es offiziell: Carmen Schneider wird am 15. Juli das Zepter in Sternenfels in die Hand nehmen und ihren Posten als Amtsverweserin für den erkrankten Bürgermeister Werner Weber antreten. Dies teilt die 38-Jährige auf Nachfrage der PZ mit. Bis dahin ist Schneider im Landratsamt Enzkreis noch mit der Prüfung der Kommunalwahl beschäftigt.

Bislang führen die ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertreter Klaus Riekert und Christoph Gutjahr die Amtsgeschäfte, die sie dann Mitte Juli an Carmen Schneider übergeben werden. Als Amtsverweserin will sie sich zunächst vor Ort einen Überblick verschaffen. Danach wolle sie abwägen und die Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit angehen. Es ist davon auszugehen, dass auch Schneider in erster Linie die Konsolidierung der Gemeindefinanzen im Blick behalten wird.

Nach Jahren der Finanzmisere hatte sich Sternenfels in den vergangenen Jahren durch Sparmaßnahmen hier auf einem guten, von Bürgermeister Weber eingeleiteten Weg befunden. Die Situation in Sternenfels ist für die künftige Amtsverweserin allerdings kein komplettes Neuland. Aufgrund ihrer Tätigkeit in der Kommunalaufsicht des Enzkreises hat sich Schneider mit der Gemeinde bereits beschäftigt.

Gut möglich, dass der 38-Jährigen die Tätigkeit an der Rathausspitze derart Spaß macht, dass sie sich danach eine Karriere als Bürgermeisterin vorstellen kann. Um herauszufinden, ob dies für sie in Frage komme, sei „die Amtsverwesertätigkeit bei der Gemeinde Sternenfels die beste Gelegenheit“, so Schneider.

In Sternenfels wird Schneider voraussichtlich für rund zwölf Monate tätig sein. Dann, so ist derzeit der Plan, möchte Werner Weber nach seiner Reha auf den Chefsessel im Rathaus zurückkehren. Weber muss sich derzeit aufgrund von Spätfolgen eines Verkehrsunfalls behandeln lassen.