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Chemieunfall im Bauhof Königsbach-Stein: Die Feuerwehr musste austretendes Ammoniak binden. © Günther
10.09.2012

Chemieunfall: Feuerwehr bindet Ammoniak

Giftgasalarm in Königsbach-Stein: Nach ersten Informationen kam es bei Demontagearbeiten der Heizanlage im Bauhof Königsbach zu austretendem Ammoniak. Die Bauhof-Mitarbeiter versuchten zuerst, das Problem mit dem stark riechenden, farblosen und giftigen Gas zu lösen, mussten die nicht ungefährliche Arbeit dann jedoch der Feuerwehr überlassen.

Bildergalerie: Chemieunfall: Ammoniak tritt im Bauhof aus

Vor Ort waren nach ersten Erkenntnissen die Feuerwehren aus Königsbach-Stein mit 20 Mann und aus Pforzheim. Die Berufsfeuerwehr, die über einen Gefahrgutzug verfügt, kam mit 15 Mann zum mUnfallort geeilt. Mit speziellen Chemieschutzanzügen versuchten die Feuerwehrleute das Leck zu beheben. Sie spritzten auch einen Nebel aus Wasser um die Unfallstelle, um das wasserlösliche Gas zu binden, bevor es sich ausbreiten und andere Menschen in Gefahr bringen kann.

Von Verletzungen ist nichts bekannt. Wie Christian Hannemann von der Feuerwehr Königsbach erklärte, habe durch das schnelle Eingreifen auch keine Gefahr für die Umwelt bestanden. Bürgermeister Heiko Genthner kam zum Bauhof, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen.

Ammoniak kann zu Tränen reizen und erstickend wirken. Über die Lunge aufgenommen verätzt es durch eine Reaktion mit Feuchtigkeit die Schleimhäute. Auch die Augen können durch Ammoniak sterk geschädigt werden. Die Gefahr durch eine Ammoniakvergiftung ist allerdings nicht so groß wie bei anderen giftigen Gasen, da der stechende Geruch oft Warnung genug ist. tok