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Eine gefeierte Premiere gab der Frauenchor „Le Falistre e i Fulminant“ mit seiner engagierten Chorleiterin Mara Redeghieri und dem choreigenen Instrumentalquartett mit (von rechts) Simone Gazzotti, Antonio Cilloni, Luisito Campani und Manfredi Stolo. martin schott
Eine gefeierte Premiere gab der Frauenchor „Le Falistre e i Fulminant“ mit seiner engagierten Chorleiterin Mara Redeghieri und dem choreigenen Instrumentalquartett mit (von rechts) Simone Gazzotti, Antonio Cilloni, Luisito Campani und Manfredi Stolo. martin schott
08.07.2016

Chöre aus dem Apennin entzücken Eisinger Publikum

Eisingen. Die italienische Sprache ist wunderbar melodisch und wie geschaffen für den Gesang. Kommen dann noch schöne Stimmen hinzu, dann ist ein besonderes musikalisches Erlebnis geradezu garantiert. Und so sind die Besucher des italienischen Konzertabends mit zwei Chören aus dem Apenninen-Gebirge, das der Freundeskreis internationaler Beziehungen (FiB) Eisingen in der Bohrrainhalle veranstaltet hat, schon mit keinen geringen Erwartungen gekommen.

Die wurden jedoch allesamt noch weit übertroffen. Tief beeindruckt zeigte sich das Publikum von den Darbietungen des „CinqCèrrCôrs“ aus Eisingens italienischer Partnergemeinde Ligonchio und dem Frauenchor „Le Falistre e i Fulminant“ aus dem benachbarten Castelnovo ne’Monti“. Beide Gemeinden liegen tief im Apenninengebirge. Während der „CinqCèrrCor“ bereits zum dritten Mal in Eisingen auftrat, war es für „Le Falistre e i Fulminant“ eine Premiere, und eine großartige dazu. „Funken und Streichhölzer“ lautet die deutsche Übersetzung des Chornamens im Dialekt des Apennin. Und tatsächlich sprang der Funke auf die Konzertbesucher über, die augenblicklich vom Rhythmus und vom Charme der intonierten Volkslieder angesprochen wurden. Treibende Kraft und Motor des Chores, der sich 2009 gegründet hat, ist seine Dirigentin Mara Redeghieri. Sein Ziel ist die Sammlung und Bewahrung italienischer Volks-, Wirtshaus- und Jahrmarktlieder aus dem Norden Italiens, insbesondere des Apennin. „Die waren sehr beliebt, als es noch kein Radio und kein Fernsehen gab und die Menschen zusammenkamen, um gemeinsam zu feiern und zu singen“, erklärt Mara Redeghieri.

Ute Lutz, Vorsitzende des FiB, übersetzte ins Deutsche, Jürgen Kunzmann übernahm die Ansage.

Seine hohe Kunst und die ansteckende Freude am Singen stellte der „CinqCèrrCôr“ unter der Leitung von Maestro Amerigo Battilani erneut unter Beweis. Mit gemeinsamen Stücken bestritten sie das Konzertfinale. Den Auftakt des musikalischen Abends hatte das Jugendorchester des Eisinger Musikvereins unter der Leitung von Isabell Liebich gestaltet. In der Pause reichte FiB-Küchenchef Albrecht Sinn den Konzertbesuchern eine feine Pasta mit Steinpilzen, ein typisches Gericht aus der Heimat der Chöre.