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Die zukünftigen Clowns zeigen unter Kursleiter und Dirigent David Orlando Starke Carrasco mit ihren erfundenen Instrumenten, was sie können.  Foto: Hegel 

Clown-Kurs in Langenalb: So kann man mit Absicht albern sein

Straubenhardt-Langenalb. Auf den Straßen Chiles hat David Orlando Starke Carrasco mit seinen Clown-Nummern Geld verdient, um nicht zu verhungern. Jetzt gibt er Kurse in Baden-Württemberg für Leute, die die Tricks hinter der roten Pappnase lernen wollen.

Bei ihm haben sieben mutige Teilnehmer zwischen 17 und 78 Jahren im evangelischen Gemeindehaus Langenalb erfahren, wie man absichtlich albern wird. „Ich möchte unbedingt Kinder im Krankenhaus zum Lachen bringen“, sagt die 78-jährige Elfriede Weber aus Conweiler. Deshalb hat sie sich als Neuling entschieden, am Clown-Kurs teilzunehmen, den Kirsten Lattewitz vom Kirchengemeinderat organisiert hat. „Bisher trete ich nur auf Familienfeiern auf.“ Ihr lustiges Alter Ego für das Wochenende heißt „El Shalom“. Die zukünftigen Faxenmacher müssen sich für das neue Ich einen Beruf ausdenken, außerdem ein Musikinstrument, das es gar nicht gibt und nur sie perfekt spielen können.

Carrasco gibt daraufhin lobendes Feedback – erklärt aber auch, wie sich das Timing noch besser setzen lässt. Er selbst kam vor vier Jahren nach Deutschland, nachdem er sich seine Clownerie in Chile, Argentinien und Uruguay selbst beigebracht hat. Für Kleingeld stand er damals am Straßenrand und baute sein Talent aus. „Beim Clownsein geht es um den Menschen. Man muss mit dem Publikum eins werden“, sagt der 34-Jährige. „Außerdem kann das Lachen Seelen heilen.“

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