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Sabine, Manuel und Hans-Peter Knappe hoffen auf eine schnelle Entscheidung, wie es mit den Werkstätten für Behinderte Menschen weitergeht.  Foto: Meyer 

Corona-Krise stellt Menschen mit Behinderung vor neue Herausforderungen im Job

Enzkreis/Pforzheim. Manuel Knappe düst mit seinem Rollstuhl durch die Wohnung seiner Eltern in Keltern-Ellmendingen. Seine Freizeit verbringt der 33-Jährige gerne am Computer oder fährt – wenn es draußen wärmer ist – für sein Leben gerne Kettcar. Und aktuell hat Manuel besonders viel Freizeit: Seine Arbeitsstätte, eine Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis, besucht er aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus aktuell nicht. Für seine Mutter Sabine ist klar: „Die Situation ist mir einfach zu gefährlich.“ Manuel ist gehörlos, Mimik und Gestik seien für ihn essenziell wichtig – Maske tragen und Abstand halten hindern den jungen Mann daran, sich auszudrücken und andere zu verstehen. Zusammen mit ihrem Mann Hans-Peter, der unter Vorerkrankungen leide, habe sie gleich zwei Risikopatienten zu Hause. Die Ellmendingerin möchte, dass Menschen wie ihr Sohn von der Arbeit freigestellt und weiterhin bezahlt werden.

Eine eigentlich notwendige Krankschreibung vom Hausarzt bekomme Knappe nicht, weil es

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