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Am Rastplatz "Kämpfelbach" freuen sich die LKW-Fahrer über die Erfrischung. © drk
20.07.2015

DRK Pforzheim versorgt gestrandete LKW-Fahrer

Es war ein arbeitsreiches Wochenende für die Ehrenamtlichen des DRK-Ortsvereins Pforzheim: Es gab Sanitätsdienste beim Gruschtelmarkt, beim Fest auf der Zerrennerstraße und bei den Deutschen Meisterschaften im Vorderladerschießen bei der Pforzheimer Schützengesellschaft personell zu besetzen. Und am Samstagnachmittag kam dann aber überraschend noch ein ganz anderer Betreuungseinsatz hinzu.

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Die Autobahnpolizei hatte bei der DRK-Rettungsleitstelle angerufen und einen Missstand am Autobahn-Parkplatz „Kämpfelbach“ gemeldet. Dort waren rund 15 Lastwagenfahrer witterungsbedingt sowie aufgrund ihrer Fahrzeiten quasi gestrandet und aufgrund der Bauarbeiten an der Toilettenanlage komplett ohne Wasserversorgung. Nur Dixie-WCs stehen dort derzeit zur Verfügung.

Die Rettungsleitstelle informierte deshalb die Bereitschaftsleitung des Pforzheimer DRK-Ortsvereins, die sich samstags und sonntags mit insgesamt neun Einsatzkräften um die Brummifahrer kümmerten. „Da ich selbst LKW-Fahrer bin, konnte ich die Situation dort gut nachvollziehen und mitfühlen“, sagt Andreas Schenke, stellvertretender DRK-Breitschaftsleiter in der Goldstadt. Zusammen mit seinen Kollegen brachte er am Wochenende jeweils 60 Flaschen Mineralwasser und Apfelsaftschorle zu den Gestrandeten. „Sie kamen vor allem aus Osteuropa. Einer war Deutscher, und mit ihm konnten wir alles Organisatorische besprechen“, sagt Schenke. Im Gepäck hatten die Rotkreuzler auch 350 Liter Frischwasser, um den Betroffenen eine Möglichkeit geben, sich zu waschen oder etwas zu kochen. Auch die Option, in den Räumen des DRK-Ortsvereins zu duschen, wurde angeboten.

Bei den Fahrern und ehrenamtlichen Helfern war das Unverständnis über die mangelhafte Situation der sanitären Einrichtungen an dem Parkplatz groß. Doch umso herzlicher wurden die Rotkreuzler am Einsatzort empfangen: „Dass so schnell Hilfe kommen würde, und dass das so reibungslos abläuft hätten wir nicht gedacht“, sagte einer der Fernfahrer anerkennend. „Aber genau dafür sind wir ja da“, merkte Schenke an.

 pm