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Geschenk zum 50. Geburtstag: Friolzheims Bürgermeister Michael Seiß und Wimsheims Rathauschef Mario Weisbrich überreichen dem DRK-Vorsitzenden Rainer Arnold (von links) Reanimationspuppen und einen Übungs-Defibrilator.  Foto: Fux
Geschenk zum 50. Geburtstag: Friolzheims Bürgermeister Michael Seiß und Wimsheims Rathauschef Mario Weisbrich überreichen dem DRK-Vorsitzenden Rainer Arnold (von links) Reanimationspuppen und einen Übungs-Defibrilator. Foto: Fux
18.09.2016

DRK-Ortsverein Friolzheim-Wimsheim feiert 50-jähriges Bestehen mit Aktivitäten in beiden Orten

Wimsheim/Friolzheim. Mit einem kurzweiligen Programm feierte der Ortsverein Friolzheim-Wimsheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Samstagabend mit einem Festakt sein 50-jähriges Bestehen in der Hagenschießhalle in Wimsheim. Professor Dr. Wolfgang Kramer, Präsident des DRK-Kreisverbandes Pforzheim-Enzkreis, stellte in seiner beeindruckenden Ansprache den Sinn des Lebens heraus, nämlich die Welt besser zu hinterlassen, als man diese angetroffen habe. „Man kann nichts mitnehmen, von uns wird bleiben, was wir Gutes für andere getan haben“, so der Mediziner, der die Ideen der Menschlichkeit und Humanität, wie sie das DRK umsetze, in den Vordergrund rückte.

Auch wenn sich die Aufgaben von früheren Sportplatzdiensten bis zur heutigen Flüchtlingshilfe geändert hätten. „In 50 Jahren wird es vermutlich auch den Blutspendedienst nicht mehr geben, dann kann man das Blut gentechnisch herstellen und es kommt nicht mehr zu Abstoßreaktionen“ betonte der Arzt, der das Engagement des Ortsvereins mit einer „Helfer vor Ort“-Gruppe und einer neuen Jugendrotkreuzgruppe, die vor knapp einem Jahr ins Leben gerufen wurde, würdigte.

Wie zu Beginn eines Fußballspiels zog die DRK-Bereitschaft mit den Kindern und Jugendlichen an der Hand zum Festauftakt in die Halle ein. Dass die Aufgaben, die Ausstattung und das Arbeiten des DRK einst ganz andere waren, belegten Film- und Bilddokumente von Dieter Sasse. Er erinnerte sich nicht nur an die Gründung des DRK-Ortsvereins im Jahr 1966 zurück, damals waren unter den 19 Aktiven auch noch Mönsheimer, sondern auch an seinen Einsatz bei der Olympiade 1972 in München. Nicht nur Sportler aller Welt nahmen an der Olympiade teil, sondern auch zwei Rotkreuzler – Siegfried Adis und Dieter Sasse – aus dem heutigen Jubiläumsortsverein. Friolzheims Bürgermeister Michael Seiß und Wimsheims Rathauschef Mario Weisbrich teilten sich ihre Rede und rückten die Anerkennung und den Dank in den Mittelpunkt, aber auch die geänderten Rahmenbedingungen, die Einwohnerzahl, die Technik, das Material, eine Gesellschaft, die nicht stehenbleibe und die derzeitigen Aufgaben wie die Erste-Hilfe-Ausbildung, den Blutspendedienst und die Helfer vor Ort.

Als Jubiläumsgeschenk überreichten die Bürgermeister dem Ortsvereinsvorsitzenden Rainer Arnold zwei Reanimationspuppen sowie einen Übungsdefibrillator. „Nur wer hervorragend für seinen Einsatz ausgebildet ist und seine Kenntnisse stetig erweitert, wird im entsprechenden Augenblick das Richtige tun“, so Kreisbereitschaftsleiterin Liliane Augenstein. Ihrer Gratulation schlossen sich viele Ortsverbände an.

Werner Malthaner sprach als Vertreter der Kirche, stellte das Kreuz als christliches Symbol heraus und erinnerte an die Botschaft des Rotkreuzgründers Henry Dunant vor über 150 Jahren.

Rainer Burger (Wimsheim) und Rainer Benzinger (Friolzheim) überbrachten Geschenke der örtlichen Vereine. Einblicke in die Arbeit der Rettungshundestaffel des DRK Pforzheim-Enzkreis gab es von Zachura Aksoy. Für pfiffige Tanzeinlagen sorgte die Streetdance-Gruppe Friolzheim und musikalisch wurde der Abend von Simona Günther und Marica Bauer umrahmt.