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Der Damm des Paulinensees (abgelassen, eigentlich rechts im Bild) soll neu gebaut werden. Foto: Tilo Keller
Der Damm des Paulinensees (abgelassen, eigentlich rechts im Bild) soll neu gebaut werden. Foto: Tilo Keller
21.07.2017

Dammneubau am Paulinensee in Mönsheim sprengt Kostenrahmen

Der Neubau des Damms am Paulinensee in Mönsheim ist vergeben worden. Der Gemeinderat hat sich entschlossen, das Angebot, das deutlich über der Kalkulation liegt, zu akzeptieren. „Die Ausschreibung lief leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Bürgermeister Thomas Fritsch.

Das günstigste Angebot lag bei 1,92 Millionen Euro. Die ursprüngliche Kostenberechnung vom Januar 2016 lag deutlich darunter, als Fortschreibung gab Jörg Koch vom Ingenieurbüro Wald + Corbe 1,56 Millionen Euro an. „Wir stellen fest, dass das Preisniveau sehr hoch ist“, sagte Koch. Deshalb stellte er die Möglichkeit zur Aufhebung der Ausschreibung zur Diskussion, um zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise günstigere Angebote zu erhalten. Seine Empfehlung war aber die Beauftragung des günstigsten Bieters, falls die Finanzierung für die Gemeinde darstellbar sei.

Als Möglichkeit zur Reduzierung der Kosten führte er an, dass der Abraum der Erde im Bau zum Einsatz kommen könnte, anstatt sie, wie angeboten, teuer abfahren zu müssen. „Ob das möglich ist, sieht man aber erst im Baubetrieb“, stellte er fest. Auf die Frage nach der möglichen Fertigstellung gab Koch Ende 2018 an. „Die Aufhebung der Ausschreibung kann man der Mönsheimer Bevölkerung nicht vermitteln“, sagte Gemeinderat Walter Knapp mit Verweis auf die Funktion des Bauwerks als Hochwasserschutz. „Es tut zwar weh aber wir kommen nicht dran vorbei.“ Damit traf er auch die Stimmung im Gemeinderat. Bürgermeister Fritsch verwies auf die teilweise Finanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die über eine Kreditaufnahme bei der KFW geplant ist. Eine Bezuschussung der Baukosten ist laut ihm wohl nicht möglich. Die Gemeinde plant, die Rückzahlungen des Kredits über eine Erhöhung der Grundsteuer B zu finanzieren. Der Hebesatz liegt seit dem Jahr 2003 unverändert bei 260 Prozent. Je nach Laufzeit des Kredits müsste dieser auf 306 Prozent bis 383 Prozent angehoben werden. Den Finanzplan und die Kreditlaufzeit wird das Gremium in einer späteren Sitzung beschließen.

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