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Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und der Erste Stellvertretende Vorsitzende des Kreistages, Jürgen Kurz (rechts), gratulierten Landrat Karl Röckinger (links) zum eher seltenen 50-jährigen Dienstjubiläum. Sein Stellvertreter Wolfgang Herz erhielt die Dankurkunde für 40 Jahre Tätigkeit im Öffentlichen Dienst. Enzkreis 

Dank vom Land zum Jubiläum: Regierungspräsidentin gratuliert Landrat und seinem Stellvertreter

Doppelten Grund zur Freude gab es im Landratsamt Enzkreis: Seit einem halben Jahrhundert ist Landrat Karl Röckinger im Öffentlichen Dienst tätig; sein Stellvertreter, Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, konnte im vergangenen Monat auf eine 40-jährige Dienstzeit zurückblicken.

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl überreichte beiden Jubilaren nun die Dankurkunden im Auftrag des Ministerpräsidenten im Beisein der Fraktionsvorsitzenden des Kreistages. Eingeladen zu dieser Feierstunde hatte Jürgen Kurz als Erster Stellvertretender Vorsitzender des Kreistages, in dessen Namen er die gute Arbeit beider für den Landkreis würdigte.

„Auf die stattliche Anzahl von 50 Jahren im öffentlichen Dienst kommt nicht jeder. Da muss man schon früh starten und lange durchhalten“, schmunzelt Kressl mit Blick auf den Kreischef, der sich im Sommer entscheiden will, ob er nochmals fünf Jahre draufpacken und im Dezember erneut als Landrat kandidieren wird.

Der 1950 in Mühlacker geborene Röckinger begann mit 16 Jahren seine Laufbahn mit der Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst bei der Gemeinde Wurmberg und im Landratsamt Heilbronn. Danach arbeitete er ein gutes Jahr in der Kämmerei seiner Heimatstadt Mühlacker, bevor er von 1972 bis 1976 Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg studierte. Anschließend war er als Rechtsreferendar beim Landgericht Karlsruhe tätig.

Seit 1979 ist der Vater von sechs Kindern für den Enzkreis tätig – zunächst als Sozialdezernent, 1985 übernahm er zudem den Verkehrsbereich, bevor er 2003 als Kreischef gewählt wurde.

Doch das ist längst nicht alles. „Dem Landrat liegt nicht nur sein Kreis am Herzen“, lobte Kressl. Die Zahl seiner weiteren Ämter sei beeindruckend, auch wenn die Regierungspräsidentin lediglich ein paar davon aufzählte: So ist Röckinger Vorsitzender des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, Vizepräsident des Landkreistages Baden-Württemberg und Mitglied des Präsidiums des Deutschen Landkreistags. Hinzu kommen Aufsichtsratsposten beispielsweise im Verwaltungsrat der Sparkasse Pforzheim Calw.

Röckingers Stellvertreter Wolfgang Herz wurde 1956 in Mosbach geboren. Nach dem Jurastudium in Heidelberg war auch er als Rechtsreferendar beim Landgericht Karlsruhe tätig – von 1981 bis 1984. Anschließend arbeitete Herz als wissenschaftlicher Assistent an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, bevor er von 1985 bis 1987 beim Landratsamt Karlsruhe die Leitung des Rechts- und Kommunal- sowie des Ordnungsamtes übernahm.

„Auch in meiner heutigen Behörde haben Sie zweimal erfolgreich gewirkt“, weiß Kressl. „Von 1987 bis 1989 arbeiteten Sie im Baureferat, bevor es Sie weiter zur Führungsakademie des Landes Baden-Württembergs zog. Nach einer Station im Innenministerium kehrten Sie für fast sechs Jahre als Stellvertretender Leiter des Naturschutzreferates ans Regierungspräsidium zurück. Doch Ihre berufliche Heimat haben Sie seit 1997 im Landratsamt Enzkreis gefunden“, so Kressl weiter.

Und was die zusätzlichen „Pöstchen“ angeht, so ist auch die Liste von Wolfgang Herz beachtlich: Neben der Sprechertätigkeit der Ersten Landesbeamten im Regierungsbezirk Karlsruhe ist er unter anderem stellvertretendes Vorstandsmitglied der beiden Naturparks Stromberg-Heuchelberg und Schwarzwald Mitte/Nord, Mitglied im Vorstand des Vereins Leader Heckengäu und im Klosterbeirat Maulbronn.