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Mit einer Sonderfahrt auf der einstigen Pionierstrecke von Karlsruhe nach Bretten feierte Stadtbahnanbieter AVG das Jubiläum des Zugmodells. Foto: AVG
Mit einer Sonderfahrt auf der einstigen Pionierstrecke von Karlsruhe nach Bretten feierte Stadtbahnanbieter AVG das Jubiläum des Zugmodells. Foto: AVG
26.09.2017

Das Erfolgsmodell des Nahverkehrspapstes: AVG wird 25

Enzkreis/Pforzheim/Karlsruhe. Mit einer Sonderfahrt von Karlsruhe nach Bretten und einem Festakt am Brettener Rathaus hat der Stadtbahnanbieter, die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), das 25-jährige Bestehen des Karlsruher Modells gefeiert. Gäste aus der Politik und zahlreiche Wegbereiter des Zugprojekts blickten mit der AVG-Geschäftsführung auf die Erfolgsgeschichte dieses Nahverkehrskonzepts zurück.

Vor einem Vierteljahrhundert war das weltweit erste Modell einer Zweisystem-Stadtbahn-Strecke mit der Stadt-Umland-Verbindung zwischen Karlsruhe und Bretten-Gölshausen aus der Taufe gehoben worden. „Die Technik stieß bei Fahrgästen und Kommunen in der Region auf enormen Zuspruch und fand weltweit Nachahmer“, so die AVG. Der Erfolg des neuen Nahverkehrskonzepts basierte auf der Zweisystemtechnik, mit der umgerüstete Stadtbahnen erstmals das innerstädtische Straßenbahnnetz, aber auch regionale Eisenbahnstrecken befahren konnten.

„1992 war das noch eine kühne Vision“, sagte Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG. De Entwicklung der Pionierstrecke zu einem weit in die Region reichenden Erfolg sei eng mit dem Wirken von Dieter Ludwig verbunden gewesen. Der damalige Geschäftsführer der AVG, der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) gilt als der Erfinder des Karlsruher Modells. Der rasante Anstieg der Fahrgastzahlen bei den Stadtbahnen sei „deutlicher Ausdruck für den Erfolg dieses Verkehrskonzeptes, mit dem auch kleine Orte zu verantwortungsvollen Konditionen an einen leistungsstarken Schienenverkehr angebunden werden konnten“, sagte der Karlsruher Landrat Christoph Schnaudigel.