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Symbolbild dpa
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13.01.2019

Das Sparschwein wird erleichtert: Wurmberg plant hohe Investitionen

Wurmberg. Die Zeit war genauso ungewöhnlich wie der Sitzungstag. Am Samstag um 9 Uhr traf sich der Gemeinderat zur öffentlichen Haushaltsvorberatung im Rathaus, um in Ruhe Posten um Posten bei Kaffee und Zopf durchzugehen, mittlerweile ein traditionelles Ritual, das Bürgermeister Jörg-Michael Teply eingeführt hat.

Doch hinter den Ziffern stecken nicht nur blanke Zahlen, sondern auch Themen, beispielsweise die Sanierung der Grundschule, die insgesamt mit über zwei Millionen Euro zu Buche schlagen wird oder die Verteuerung des Regenüberlaufbeckens am Talweg, beides wird die Gemeinde vor allem 2020 treffen. Doch etliche Maßnahmen schlagen bereits in diesem Jahr zu Buche.

So wird der Gesamthaushalt 2019 etwa 12,321 Millionen Euro schwer sein, davon sollen etwa vier Millionen Euro in unterschiedliche Projekte investiert werden. Der Verwaltungshaushalt hat indes ein Volumen von etwa 8,36 Millionen Euro und soll aus dem laufenden Betrieb ein Plus von 930.000 Euro erwirtschaften. Um alle Investitionen stemmen zu können, plant die Gemeinde, in diesem Jahr ihr Sparschwein um zwei Millionen Euro zu erleichtern. Denn 400.000 Euro wird für die Feuerwehr benötigt. 150.000 Euro fließen in die Planung und Umsetzung des Brandschutzkonzepts der Grundschule. In diese Sanierung sollen dann 2020 zwei Millionen Euro fließen. Auch die Fußwegverbindung Steinernes Kreuz – Neubärental samt Beleuchtung kostet 300.000 Euro. 1,5 Millionen Euro plant die Gemeinde für Grunderwerb ein, für den Breitbandausbau weitere 250.000 Euro.

Stemmen will Wurmberg Investitionen auch über Zuschüsse und Zuweisungen, Grundstückserlöse und Beiträge. Mit einer Kreditaufnahme rechnet die Kämmerei weder in diesem, noch in den kommenden drei Jahren. Im Verwaltungshaushalt sind es vor allem Personalausgaben, die negativ zu Buche schlagen.