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Überdachte Sitzplätze bietet der Radfahrverein in Wimsheim auf seinem Festplatz – das hat sich herumgesprochen. Foto: privat
Ab durch den Regen: Diese Mai-Wanderer bei Königsbach-Stein waren dabei aber die Ausnahme. Nach dem April mit Kälteschock und ungewöhnlich vielen Frosttagen (siehe Grafik), fiel nach einem Auf und Ab der Temperaturen ausgerechnet der Maifeiertag auch noch ins Wasser. Festveranstalter konnten glücklich sein, wenn sie schon am Sonntag feierten – oder am Feiertag ein Dach zu bieten hatten. Foto: Faulhaber
Kleiner Maibaum neben dem großen: Der Scherz bedeutete das Ende für den künftigen Grunbacher Weihnachtsbaum.
02.05.2017

Das große Mai-Bibbern - Vereine nehmen weniger ein

Enzkreis. Vereine hatten für ihre Maifeste im dritten Jahr in Folge Wetterpech. Entsprechend viele haben mit Überdachungen vorgesorgt.

So ein Fest ist für einen Verein viel Arbeit. Es braucht etliche Helfer – und ein gutes Gespür dafür, wie viel Grillgut man für die Besucher anschaffen muss. Und dann das: Zum dritten Mal in Folge meinte es das Wetter nicht gut mit dem Mai-Feiertag. Dennoch sind viele Veranstalter in der Region mit Dächern oder Zelten vorbereitet. Am Ende fällt die Bilanz durchwachsen aus, aber nicht deprimierend.

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„Für dieses Wetter eigentlich zufriedenstellend“, zieht Heiko Mayer, der Vorsitzende des RVW Wimsheim, als Fazit: „Bei uns kommen viele ganz gezielt wegen dem Essen.“ Rollbraten mit Kartoffelsalat steht traditionell als Spezialität auf der Speisekarte. 20 Rollbraten seien in diesem Jahr über die Theke gegangen – ähnlich wie im Vorjahr, als der Verein vor dem schlechten Wetter vom Festplatz in die Radsporthalle ausgewichen war. Diesmal wurde trotz Regen auf dem Christian-Jentner-Platz gefeiert. Ebenfalls mit überdachten Plätzen. Das habe sich herumgesprochen, meint Mayer. Ähnlich ist das in Kieselbronn, wo zudem an zwei Tagen gefeiert wird – mit doppelter Chance auf Sonnenstrahlen.

Länger durch den Regen musste man ins Ranntal. Entsprechend hat der Turnverein Nöttingen nur ein Viertel des normalen Umsatzes erzielt. So schätzt es Vorsitzender Hubert Bittighofer ein. Wie hoch das Defizit für den Verein ist, müsse die Abrechnung noch zeigen. 2016 – als es trotz miesem Wetter noch etwas besser gelaufen sei als am Montag – sei der Verein auf 1000 bis 1500 Euro sitzengeblieben. Senken könnte man die Kosten – an denen sich auch die Gemeinden Keltern und Remchingen beteiligen –, wenn das DRK bei absehbar schlechtem Wetter mit weniger Helfern vor Ort sei.

Nach der Panne beim Maibaumstellen durfte sich die Göbricher Feuerwehr am 1. Mai zumindest über ein volles Haus und ausverkaufte Bestände beim Fest in der Fahrzeughalle freuen. „Wir sind zufrieden“, fasst der stellvertretende Abteilungskommandant Tilmann Stanitzki nach dem kalten und regnerischen Feiertag zusammen. Am Sonntag war der Wipfel des Maibaumes beim Aufstellen mit einem Kran abgebrochen. Verletzt sei niemand worden – die Absperrungen haben sich bewährt.