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Die Verwaltungsratsmitglieder Antje Hill (von links), Theo Müller und Dieter Walch haben andere Vorstellungen von einem Altenpflegeheim in Gemeindehand als die Vorstände des bisherigen Trägers Wolfgang Oechsle (links) und Lorenz Praefcke. Diese wollen den Status quo erhalten und streben sogar ein Bürgerbegehren in der Sache an.  Foto: Krivec
Die Verwaltungsratsmitglieder Antje Hill (von links), Theo Müller und Dieter Walch haben andere Vorstellungen von einem Altenpflegeheim in Gemeindehand als die Vorstände des bisherigen Trägers Wolfgang Oechsle (links) und Lorenz Praefcke. Diese wollen den Status quo erhalten und streben sogar ein Bürgerbegehren in der Sache an. Foto: Krivec
Wolfgang Oechsle
Wolfgang Oechsle
14.01.2016

Das große Tauziehen ums Remchinger Altenpflegeheim

Remchingen. Die Frage, unter welchem Träger das Altenpflegeheim in Wilferdingen in Zukunft betrieben werden soll, spaltet Remchingen in zwei Lager. Die Gemeinde wird die Einrichtung bei der Kulturhalle ab 2017 übernehmen, zwei Vorstandsmitglieder des aktuellen Trägers wehren sich jedoch dagegen. Sie wollen die Bevölkerung mit einem Bürgerentscheid ein Machtwort sprechen lassen. Nun springen der Gemeinde mit Dieter Walch, Antje Hill und Theo Müller drei Verwaltungsratsmitglieder des Trägers, der Diakonischen Altenhilfe, bei. Die PZ zeigt die wichtigsten Streitpunkte und Argumente der beiden Seiten auf:

Ebenso wie Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon führen auch die Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat Walch (CDU), Hill (SPD) und Müller (FWV) einen Hauptpunkt für die Kündigung des Mietvertrags ins Feld: Durch eine Verordnung könnte in den nächsten Jahren eine Erweiterung des Altenpflegeheims notwendig werden. Direkte Regie sei da besser als über dritte verhandeln zu müssen. Schließlich trage die Gemeinde auch das finanzielle Risiko. Ein weiterer Grund der drei für die Kündigung: Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Wolfgang Oechsle, habe nicht mehr regelmäßig Sitzungen abgehalten und sie teils nicht mehr dazu eingeladen. Walch spricht von Degradierung und einem Affront. Oechsle sagt dagegen, dass Walch, Hill und Müller aus strategischen Gründen zu einer Sitzung nicht eingeladen wurden und danach einfach nicht mehr erschienen seien.

Er und der weitere Vorstand Lorenz Praefcke sehen einen ganz anderen Grund für die Kündigung an. Sie würden wegen einer internen Auseinandersetzung ab 2017 vor die Tür gesetzt. Die Gemeinde und der Verein streiten um 500 000 Euro. Laut Oechsle und Praefcke habe der Verein drei Jahre lang zu viel Miete gezahlt. Prayon sieht das anders – und Walch, Hill und Müller pflichten dem Bürgermeister bei. Die von der Gemeinde geforderte Miete sei rechtens.

Weitere Punkte lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news