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Auf dem Mönsheimer Friedhof sollen weitere Urnengräber entstehen. Foto: Tilo Keller
Auf dem Mönsheimer Friedhof sollen weitere Urnengräber entstehen. Foto: Tilo Keller
10.06.2019

Debatte um Form der letzten Ruhestätte

Mönsheim. Auf dem Mönsheimer Friedhof gibt es keine freien Urnenreihengräber mehr. Um möglichst schnell wieder diese Bestattungsform anbieten zu können, hat sich der Gemeinderat mit der künftigen Gestaltung des Friedhofs befasst. „Wir sollten eine Fläche für Urnengrabfelder finden, die relativ schnell umgesetzt werden kann“, sagte Bürgermeister Thomas Fritsch

.Jasmin Busch, Mitarbeiterin von Landschaftsarchitekt Volker Boden, stellte dem Gremium eine Aufstellung vor, in der die Ruhezeiten der belegten Gräber im alten Friedhofsteil Beachtung fanden. Anhand der im Laufe der Jahre frei werdenden Gräber hat sie mögliche Bauabschnitte für verschiedene Bereiche aufgezeigt.

Sie schlug bei der Weggestaltung für ein Areal nahe dem Eingang eine geschwungene Linie vor, die in späteren Bauabschnitten weitergeführt werden könnte. Gemeinderätin Cornelia Stahl (FWG) missfielen nicht nur die Auflösung der ansonsten gradlinigen Gestaltung, sondern auch die anvisierten Kosten für die drei Bauabschnitte von 255000 Euro, wobei der letzte erst nach 2025 anvisiert werden könnte.

„Ich finde den Vorschlag gut, damit wir einfach mal eine Richtung haben, wo es langgeht“, sagte Gemeinderat Ewald Knapp (BLM). Er fand es wichtig, dass gärtnergepflegte Grabfelder eingerichtet werden. Busch gab zu bedenken, dass man kein Gesamtbild für den Friedhof hinbekomme, wenn man immer wieder nur kleine Flächen angehe. Sie bestätigte den Trend hin zu gärtnergepflegten Gräbern.

Gemeinderat Stephan Damm (FWG) fragte, warum man so viel Geld in den Wegebau investieren soll, der den Großteil der Kosten ausmache, wenn die Leute keine Zeit hätten, auf den Friedhof zu gehen. Gemeinderat Hans Kuhnle (BLM) schlug statt der geschwungenen Gestaltung eine gerade Anordnung der Urnengräber vor.

Das Gremium einigte sich darauf, im ersten Bauabschnitt nur das Areal im Eingangsbereich anzugehen. Sieben Gemeinderäte sprachen sich für die geometrische Gestaltung aus, drei hätten lieber die gebogene Form gesehen, zwei Gemeinderäte enthielten sich. Bürgermeister Fritsch erklärte, dass für die Maßnahme eigentlich keine Mittel im Haushalt vorgesehen waren, die Planung aber trotzdem unmittelbar weitergeführt werden soll.