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Debatte um Tests und Behördeninfos: Infizierter Arzt aus Ispringen vertraut den Corona-Regeln

Ispringen. Krankheitssymptome hat der Ispringer Allgemeinmediziner Dr. Klaus Keller nicht. Aber es nagt hörbar an ihm, dass er wegen eines positiven Coronatests zur Pause in Quarantäne gezwungen ist. Gefragt ist er dennoch ständig. Dann steht er Rede und Antwort zu Sorgen und Ängsten wegen dem Virus - wie schon in den Wochen vor seiner eigenen Infektion.

Auch die PZ erreichen Anfragen von Patienten, die sich wegen einer möglichen Ansteckung Gedanken machen. Hinweise darauf gibt es bislang nicht. Dr. Keller erhält vom Gesundheitsamt Enzkreis-Pforzheim für sein frühes Handeln Lob. Aber nicht wenige Menschen schauen kritisch auf die Behörde selbst. Sie wünschen sich Tests, um Klarheit über das Virus zu erlangen. Eine Frau hängt aber auch wegen ausstehender Aussagen des Gesundheitsamts zu Quarantäne ihrem Arbeitgeber gegenüber in der Luft. Gesundheitsamtsleiterin Dr. Brigitte Joggerst sagt, die Patienten der Praxis seien zu viele, um schon alle informiert haben zu können. “Grundsätzlich kann man sagen, dass jeder, der dort war, am besten zu Hause bleiben und sich so verhalten sollte, als wäre er eine Kontaktperson“, sagt sie.

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Hausarzt in Ispringen positiv auf Coronavirus getestet

Auch die Testpraxis verteidigt Joggerst. Aus Kapazitätsgründen müssten Tests Menschen mit Krankheitssymptomen vorbehalten sein. Das erklärt auch der Ispringer Dr. Keller den besorgten Fragestellern. „Es hilft nichts, die Testmöglichkeiten zu blockieren“, sagt er. Gegen eine massive Ausbreitung des Virus würden die öffentlich verhängten Regeln helfen, so der Mediziner.

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