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Die Erweiterung und Sanierung des Wimsheimer Feuerwehrhauses wird teurer. Die Stützmauer hält nicht mehr Stand. Fux

Defekte Stützmauer beim Feuerwehrhaus

In den Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrhauses muss die Gemeinde Wimsheim insgesamt 20 650 Euro mehr stecken als geplant. Denn im Zuge der Herstellung der Bodenplatte erfolgte die Teilfreilegung der vorhandenen Betonstützmauer zum nördlich angrenzenden Grundstück.

Dabei hat sich gezeigt, dass diese statisch nicht leistungsfähig ist. Die Verbindung zwischen Mauer und Mauerfuß ist nicht mehr vorhanden – und die Mauer kippt in Richtung Nachbargrundstück.

Die Stützmauer dient dem Abfangen der unterschiedlichen Niveaus zwischen der Feuerwehr und dem angrenzenden Grundstück und befindet sich auf Boden der Gemeinde. „Aufgrund des Fortschritts der Rohbauarbeiten musste kurzfristig entschieden werden, wie mit der vorhandenen defekten Stützmauer umgegangen werden soll“, betonte Bürgermeister Mario Weisbrich in der Gemeinderatssitzung. Denn durch die Erstellung des Rohbaus und der Außenwände hätten sich der Zugang und die Möglichkeiten zur Erneuerung deutlich erschwert.

Kurzfristig musste eine Entscheidung vor Ort getroffen werden. In Absprache mit dem beauftragten Architekturbüro sowie dem Rohbauunternehmen wurde die defekten Stützmauer entfernt und wird nun durch eine neue ersetzt. „Der größte Teil der Kosten macht die Entsorgung des Erdaushubs und des Betons aus“, sagte der Rathauschef.

Entscheidung ohne Alternative

Hans Lauser (Bürger für Wimsheim) vermutet einen Architektenfehler. „Das Problem mit der Stützmauer hätte dem Planer vorab auffallen müssen“, betonte Lauser und hofft, dass die Gemeinde ein Teil des Geldes zurückbekommen wird. Alternativ zog man auch in Betracht, den Bereich nur mit einer Böschung zu stützen. Doch da dort auch technische Einrichtungen vorhanden sind, die zugänglich sein müssen, schied diese Alternative aus. So stimmte der Rat dem Nachtragsangebot rückwirkend zu.