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Die Karlsbader hätten es gerne eine Nummer leiser. Ihnen ist die neue A8 viel zu laut. Foto: dpa
Die Karlsbader hätten es gerne eine Nummer leiser. Ihnen ist die neue A8 viel zu laut. Foto: dpa
25.05.2017

Den Karlsbadern ist die neue A8 deutlich zu laut

Karlsbad. Nicht nachlassen und schon gar nicht aufgeben, lautet das Ziel in Karlsbad in Sachen „Nachrüstung beim Lärmschutz entlang der neuen Trasse der A8 bei Mutschelbach“. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung eine Resolution der Gemeinde an das Bundesverkehrsministerium. Der Hintergrund: Einwohner in Mutschelbach klagen je nach Wohnlage über deutlich mehr Lärm, seit die neue, sechsspurige A 8 inbetriebgenommen wurde. Bürgermeister Jens Timm sagt, das Problem begleite ihn seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren fast täglich.

Und Vorgänger Rudi Knodel kümmere sich mittlerweile als Vertreter im Regionalverband um das Thema. Gleichzeitig engagiere sich „mit großem ehrenamtlichem Einsatz“ die „Bürgerinitiative für gerechten Autobahnausbau“, kurz „Biam“. Kontaktaufnahmen mit Landes- und Bundesbehörden, oder Abgeordnetenbesuche hätten bislang wenig Erfolg gebracht, so Timm. Erreicht habe man lediglich die Schließung von zwei für die Bauarbeiten zunächst notwendigen Lücken im Erdwall sowie einige Bepflanzungen. Für Timm passt die tatsächliche Lärmbelastung nicht zu den Berechnungen von 2006 vor dem Ausbau. In der Resolu-tion fordert man technisch machbaren zusätzlichen Lärmschutz insbesondere bei der Bocksbachtalbrücke, zudem Flüsterasphalt, das Drosseln des Tempos von 120 auf 80 Stundenkilometer und ein Lärm-Monitoring innerhalb Mutschelbachs für weitere Verbesserungen.