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Die Spitze der Kreisverwaltung: Die wichtigste Frage ist, ob Kreischef Karl Röckinger weitermacht. Finanzdezernent Frank Stephan (Dritter von links) würde nicht gegen seinen Chef antreten. Sozialdezernentin Katja Kreeb (rechts) will nicht kandidieren. Dem Führungssextett gehören (von links) Roland Hübner (Soziales), Hilde Neidhardt (Landwirtschaft/Forst/Ordnung) und Landratsvize Wolfgang Herz an. Foto: Seibel
Die Spitze der Kreisverwaltung: Die wichtigste Frage ist, ob Kreischef Karl Röckinger weitermacht. Finanzdezernent Frank Stephan (Dritter von links) würde nicht gegen seinen Chef antreten. Sozialdezernentin Katja Kreeb (rechts) will nicht kandidieren. Dem Führungssextett gehören (von links) Roland Hübner (Soziales), Hilde Neidhardt (Landwirtschaft/Forst/Ordnung) und Landratsvize Wolfgang Herz an. Foto: Seibel
30.12.2016

Der Enzkreis wählt 2017: Wer wird Landrat?

Enzkreis. Das Jahr 2017 wird ein spannendes Wahljahr: Vier Bürgermeisterwahlen stehen auf dem Programm – in Ispringen, Kieselbronn, Mühlacker und Remchingen. Im Dezember müssen die Kreisräte entscheiden, wer an der Spitze des Landratsamtes steht. Über die Landratswahl wird hinter den Kulissen schon kräftig diskutiert. Ob sich ein Kandidatenkarussell drehen wird, hängt aber davon ab, ob der 67-jährige Kreischef Karl Röckinger noch einmal antritt. Geht er in Rente? Oder stellt er sich einer Wiederwahl? In der Mitte des nächsten Jahres wolle er sich entscheiden, so Röckinger gegenüber der PZ..

Mit einem Kniff weiter bis 73

Durch einen Kunstgriff könnte der Landrat fünf Jahre bis 73 weitermachen. Verzichtet er, steht der Finanzdezernent Frank Stephan in den Startlöchern. Eigentlich müssten die Kreisräte erst Mitte 2019 wieder den Chef der Kreisverwaltung bestimmen. Röckinger kann seine achtjährige Amtszeit aber nicht vollenden. Im Januar 2018 wird er 68 Jahre alt – er erreicht die Altersgrenze für Wahlbeamte und ginge in Pension. Eigentlich. Denn ein Schlupfloch bleibt offen. Die Wahl des Landrats ist am 14. Dezember vorgesehen. Röckinger ist zu diesem Zeitpunkt mit 67 unter der Grenze – er könnte erneut antreten. 2003 wurde Röckinger Landrat, 2011 bestätigte ihn der Kreistag im Amt.

Müssen nun mögliche Bewerber für den Landratsposten warten, wie sich Röckinger entscheidet? Das sieht zurzeit so aus. Gleichwohl wird schon seit einiger Zeit kräftig darüber spekuliert, wer ihn beerben könnte. Im Gespräch ist jedenfalls Finanzchef Frank Stephan. Als die PZ ihn Ende Juli nach Ambitionen fragte, hielt er sich bedeckt. Der 48-Jährige Sachwalter der Kreisfinanzen kann gut mit Röckinger, würde aber nicht gegen ihn antreten.

Die Sozialdezernentin Katja Kreeb kommt dagegen nicht infrage: Sie hat im Juli gegenüber der PZ energisch Gerüchten widersprochen, sie wolle Karl Röckinger nachfolgen. Sie habe nie eine Kandidatur ins Auge gefasst, sagte sie.

Oder wirft der Bad Wildbader Bürgermeister Klaus Mack den Hut in den Ring? Der 43-jährige CDU-Politiker wird derzeit oft genannt. Es ehre ihn, wenn es um die Besetzung von herausragenden Positionen geht, sagt Mack. Könnte ihn der Landratsjob reizen? „Kein Kommentar“, sagt Mack.

Und was ist mit dem Remchinger Rathauschef Luca Wilhelm Prayon? „Garantiert nicht“, wehrt der 41-jährige Kreisrat (CDU) ab. Ob er im November bei der Bürgermeisterwahl für eine zweite Periode kandidiert, steht noch nicht fest: „Das ist eine Familienentscheidung, die Anfang nächsten Jahres fällt.“ Die Arbeit in der Gemeinde mache er „mit großer Freude und mit hundert Prozent“. Das bedeute aber auch „viel Arbeit und Kampf“. 2017 habe die Verwaltung vier Mammutprojekte angepackt: „das Gewerbegebiet Billäcker, den Bau des neuen Rathauses, den Hochwasserschutz und den weiteren Verlauf der Nöttinger Umgehung.“

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