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Nach einer Woche Flucht aus Cherson nahe dem Schwarzen Meer ist die Ukrainerin Yuliia in Deutschland angekommen, das sie vom Studium kennt. In Öschelbronn fühlt sie sich wohl, ist dankbar für Hilfe, will aber auf die eigenen Beine kommen.  Foto: Meyer 

Der Krieg ist weit weg – aber immer im Kopf: Ukrainische Flüchtlinge und ihre Heimat auf Zeit in Öschelbronn

Niefern-Öschelbronn. Yuliias Arbeitsplatz ist nicht nur weg. Er ist zertrümmert. Früh im Krieg wurde die Firma zerstört, in der die junge Diplomkauffrau aus Cherson in der Südukraine nach dem Studium zu arbeiten begonnen hat. Cherson, nahe Odessa und rund 420 Kilometer westlich der besonders schwer umkämpften Stadt Mariupol gelegen, ist von russischen Truppen besetzt worden. „Unsere Wohnung auch“, sagt Yuliia. Sie erzählt das im zweiten Stock des früheren Klinikbaus in Öschelbronn. Vor dem Fenster ist der Krieg in ihrer Heimat weit weg. Die Sonne lässt das frische Frühlingsgrün strahlen. Selbst die Rasenmäher passen an diesem Morgen zu einem Bild tiefen Friedens. Doch Yuliia ist in Gedanken immer auch in ihrer bedrohten Heimat.

Sie telefoniere mehrmals am Tag mit ihrer Familie, die aus der

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