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Der Harvester, so nennt sich die Maschine, die Holz sägt und entastet, kann nur von Experten bedient werden. Sie ist in der Lage, pink-markierte Stämme in großer Geschwindigkeit zu ernten. Im Bild: Revierförster Rolf Esslinger. Fotos: Cichecki
Der Harvester, so nennt sich die Maschine, die Holz sägt und entastet, kann nur von Experten bedient werden. Sie ist in der Lage, pink-markierte Stämme in großer Geschwindigkeit zu ernten. Im Bild: Revierförster Rolf Esslinger. Fotos: Cichecki
Das geerntete Kiefernholz eignet sich sehr gut für den Stammholz-Verkauf.
Das geerntete Kiefernholz eignet sich sehr gut für den Stammholz-Verkauf.
03.02.2019

Der Sommer hat Spuren hinterlassen – Kiefern müssen abgeholzt werden

Enzkreis/Illingen-Schützingen. Förster sind aktuell dabei, die Trockenschäden aus dem heißen, niederschlagsarmen Sommer aufzuarbeiten. Mancherorts kommen Kiefern weg, die jetzt noch einen guten Preis erzielen.

Außergewöhnliche Witterungsverhältnisse im zurückliegenden Sommer seien es gewesen, die zu den nun laufenden Fällarbeiten geführt hätten, rekapituliert der Leiter des Enzkreis-Forstamts, Frieder Kurtz, die Lage im Gespräch mit der Redaktion. Wichtig sei zu verstehen: Auch wenn längst Schnee und Regen die Hitze des vergangenen Jahres abgelöst hätten, träten erst jetzt immer stärker die Folgen der Wetterbedingungen aus dem Jahr 2018 zutage.

Was unter dem Stichwort „Trockenschäden an der Kiefer“ zusammengefasst werden kann, ist allerdings auch in jedem Fall immer von den konkreten Verhältnissen vor Ort abhängig. Die erwähnten Dürre- und Trockenschäden entwickelten sich aus einer Reihe von Gründen.

Am Beispiel eines Areals in Schützingen verdeutlicht Kurtz das Problem. Dort seien die nun betroffenen Kiefern auf einem für die Pflanzen ungünstigen Standort anzutreffen. Es handele sich um trockene Tonböden. Die zumeist älteren Kiefern seien auf vormals landwirtschaftlich genutzten Böden angepflanzt worden. Herausforderungen seien jedoch stets auch Chancen und so würden die geschädigten Kiefern nun rasch gefällt. Dies ermögliche noch Qualitäten, die man zu guten Preisen als Stammholz verkaufen könne. Hätte man zugewartet, wäre lediglich ein Geschäft als Industrieholz in Frage gekommen. Kurtz lobte in diesem Zusammenhang den Illinger Revierleiter Rolf Esslinger: Der habe schnell reagiert.

Gleichzeitig müsse man das Weichen der Kiefern auch als fortlaufenden Umbau hin zu einem an den Klimawandel angepassten Forst interpretieren. Mit den am betreffenden Standort in Schützingen anzutreffenden, tonigen Böden und den Hitzeperioden kämen etwa die Elsbeeren viel besser zurecht. Deren Bestand wolle man dort nun ausbauen.

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