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Proppenvoll: An Hitzetagen wie vergangenen Mittwoch kommen gut 5000 Gäste ins Freibad Remchingen. Foto: Moritz
Proppenvoll: An Hitzetagen wie vergangenen Mittwoch kommen gut 5000 Gäste ins Freibad Remchingen. Foto: Moritz
01.07.2019

Der nackte Wahnsinn: Tausende Besucher in den Bädern, Polizei wegen Parkchaos vor Ort

Enzkreis/Kreis Calw. Heiß, heißer, Chaos: Tausende haben in den vergangenen Hitzetagen in den Freibädern der Region Abkühlung gesucht – für manchen scheiterte der Besuch schon daran, einen Parkplatz zu finden.

Am Mittwochnachmittag musste in Neuenbürg sogar die Polizei drei Stunden lang in den Verkehrstrubel einschreiten.

Gut 50 Durchsagen wegen Falschparker zählte Betriebsleiter Nicki Talmon: „Die Rettungswege müssen frei bleiben. Aber es gibt zunehmend mehr Personen, die das ignorieren.“ Alarmiert worden sei die Polizei von der Firma Automotive Weber, deren Zulieferer aufgrund des Parkchaos nicht mit den Lastwagen auf der B294 durchgekommen seien. Entgegen anders lautender Aussagen, habe das Freibad aber keinen Besucherstopp verhängt. Am Mittwoch waren es 2400 Badegäste, am Sonntag 2700. „Erst bei 3500 kämen wir an unsere Grenzen“, sagt Talmon.

Über 5000 Besucher am Sonntag brachten die Verantwortlichen im Freibad Remchingen an die Grenzen.

Eng ist der Parkraum um das Freibad Niefern – besonders vergangenes Wochenende, wenn es in dem Areal noch Veranstaltungen auf der Festwiese, der Kirnbachhalle und im Stadion gibt. Laut Hauptamtsleier Ekkehard Vogel waren in den vergangenen Tagen jeweils über 3000 Gäste im Bad.

Im Mühlacker Freibad ist es am Wochenende ebenfalls enorm voll geworden. „Rund 4200 Besucher sind es alleine am Sonntag gewesen“, sagt Andreas Pfisterer, der Betriebsleiter der Mühlacker Bäder.

Parksituation erhitzt in Pforzheim die Gemüter

Auch in Pforzheim rief die „verschärfte Parksituation“ vor den Freibädern laut Polizeisprecher Florian Herr die Beamten auf den Plan. So wurden diese am Sonntag gleich zweimal wegen zugeparkter Fahrzeuge zum Wartbergbad gerufen. Am Nagoldbad kam es beim Ausparken zum Unfall. Rangeleien, wie sie der PZ gemeldet wurden, seien nicht bekannt.

Anders als am Mittwoch habe es keine Einlasssperre gegeben, so der städtische Sprecher Philip Mukherjee. Die Bäder seien zwar „sehr voll“ gewesen, jedoch verteilten sich die Besucher – am Sonntag waren es 6657 im Wartbergbad und 2079 im Nagoldbad – besser über den Tag.

Maximale Belastung in Höfen erreicht

Mit 1300 Gästen wurde am Sonntag in Höfen die maximale Besucherzahl des Freibads erreicht, wie Schwimmmeister Oliver Beck berichtet, der seit zwölf Jahren die Geschicke in dem kleinen Freibad lenkt. Zwar ging es im Bad trotz der vielen Schwimmer friedlich zu, doch außerhalb herrschte zeitweise Chaos. Private Einfahrten wurden zugeparkt und die Liebenzeller Straße wurde durch parkende Autos plötzlich zur Einbahnstraße, was vor allem für die Lastwagen-Fahrer problematisch war. Polizei und Abschleppwagen waren im Einsatz.

Rekorde auch im Calmbacher Waldfreibad: Mit 1390 Besuchern war der vergangene Sonntag der besucherstärkste Tag seit 20 Jahren, so Bäderbetriebsleiter Fabian Schmitt. Im Gegensatz zu manchen Großstadtbädern gebe es im Waldfreibad aber keine Probleme mit pöbelnden oder rabiaten Gästen. Aber: Jeder setze sich ins Auto, was auch in Calmbach an Spitzentagen zu Parkproblemen führe.

Erleichterung herrscht in Calmbach übrigens darüber, dass zum 1. Juni nach längerer Suche ein Kioskbetreiber gefunden werden konnte. Evi Bäder von der Pforzheimer Maultaschen-Manufaktur sorgt mit ihrem Team für das leibliche Wohl der Badegäste.

Mehr lesen Sie am 2. Juli in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.