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Die Rückholaktion der Bundesregierung für deutsche Touristen im Ausland wird unter anderem von Lufthansa durchgeführt, die hier mit einer ihrer Maschinen auf dem Flughafen in Frankfurt landet. 

Deutsche aus Neuseeland dürfen zurück nach Hause reisen - Familie aus der Region im ersten Flieger

Auckland/Enzkreis. Die Rückholaktion der deutschen Touristen aus Neuseeland ist wieder aufgenommen worden. Die gute Nachricht gab die neuseeländische Premierministerin am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt. Für zwei in Auckland gestrandete Familien aus der Region bedeutet das die baldige Heimreise. Eine der Familien sitzt sogar in einem der ersten Flugzeuge nach Deutschland – nicht zuletzt durch die Hilfe von Erik Schweickert, dem Landtagsabgeordneten der FDP für den Enzkreis.

Zuvor war die "Luftbrücke"-Aktion der Bundesregierung überraschend gestoppt worden, nachdem Neuseeland wegen des Coronavirus in der vergangenen Woche einen "Lock Down" geltend gemacht hatte.  Ähnlich wie Deutschland fuhr das Land das öffentliche Leben weitgehend herunter. Seitdem waren sämtliche Personen zur häuslichen Isolation verpflichtet, auch Touristen. Die zwei Familien aus der Region hielten sich seitdem in einem Hotel auf – ähnlich wie rund 12.00 andere Deutsche, die auf ihre Rückreise warteten. 

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Region

Tausende Deutsche sitzen in Neuseeland fest – darunter auch Familien aus der Region

Lob für Botschaft, Kritik an Maas

Erik Schweickert nutzte im Falle der Familien aus der Region seine Kontakte zum Auswärtigen Amt und stand wiederholt im direkten Austausch mit der Deutschen Botschaft. Letztere lobte der FDP-Politiker auch ausdrücklich für ihr schnelles Handeln und die gute Zusammenarbeit. Gleichzeitig übte er Kritik an Außenminister Heiko Maas: Er habe nicht alle Versprechen gehalten, die er mit seiner Rückholaktion in Aussicht gestellt habe, teilweise seien die Betroffenen mit ihrer Situation auf sich allein gestellt gewesen.

Weitere Gruppe aus der Region in Neuseeland

Wie Schweickert im Gespräch mit der PZ bestätigte, sitzt noch eine weitere Gruppe von Personen aus der Region in ihren Camping-Mobilen in Christchurch fest. Alle Betroffenen hatten sich zuvor persönlich an den Landtagsabgeordneten gewandt. Er nahm mehrmals telefonisch Kontakt zu ihnen auf – teilweise sogar mitten in der Nacht zu deutscher Zeit. Ähnlich wie Schweickert setzte sich auch sein Parteikollege und Fraktionsvorsitzender im Landtag, Hans-Ulrich Rülke, für die Familien aus der Region ein.

Nina Tschan

Nina Tschan

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