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Die Mülldeponie bei Nagold brennt seit Samstagmorgen. Rund 200 Feuerwehrleute bekämpfen den Brand.
Die Mülldeponie bei Nagold brennt seit Samstagmorgen. Rund 200 Feuerwehrleute bekämpfen den Brand. © Polizei
03.07.2010

Dichte Rauchwolken über brennender Mülldeponie

KREIS CALW. Von Samstagmorgen bis zum Sonntag ist eine dichte Rauchwolke über der Mülldeponie bei Nagold gehangen. Mehrere Anrufer hatten der Nagolder Polizei am Samstagmorgen ab 6.28 Uhr eine Rauchwolke über der Mülldeponie mitgeteilt. Bis zu 200 Feuerwehrleute aus dem weiteren Umkreis bis hin nach Pforzheim waren das Wochenende damit beschäftigt, den Hausmüllbrand einzudämmen.

Eine Gesundheitsgefahr bestand für die Bevölkerung aus der Region nicht. Mehrere Messungen verliefen allesamt innerhalb der Toleranz und wurden als gesundheitlich unbedenklich eingeschätzt. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde Bewohnern nahegelegener Ortschaften jedoch empfohlen, Fenster und Türen vorsorglich zu schließen.

Der Rauch entwickelte sich auf einer Fläche von etwa 80 mal 80 Metern, der Hausmüll - etwa 3000 Tonnen - lag hier bis zu fünf Meter hoch. 

Alle verfügbaren Feuerwehren rückten zum Mülldeponiebrand aus, am späten Samstagvormittag waren um die 200 Feuerwehrleute aus Altensteig mit Teilorten, Haiterbach, Rohrdorf, Nagold, Calw, Dornstetten, Sprollenhaus, Gaggenau und Pforzheim im Einsatz. Die Überlandbrandhilfen wurden vor allen Dingen wegen ihrer Spezialgeräte angefordert. Für die Löscharbeiten mussten mehrere Schlauchleitungen zur etwa drei Kilometer entfernten Waldach, einem kleinen Bach, gelegt werden. Auch mit privaten Fahrzeugen wurde ständig Löschwasser zur Deponie gefahren.

Die Rettungskräfte aus Altensteig, Nagold und Calw waren mit 40 Personen und 16 Fahrzeugen am Ort des Geschehens. Der leitende Notarzt wurde ebenfalls hinzugerufen, verletzte Personen waren glücklicher Weise nicht zu verzeichnen. Das Deutsche Rote Kreuz hatte eine kleine Zeltstadt aufgebaut, von der aus die Einsatzkräfte verpflegt wurden. Daneben konnten dort auch hitzebedingte gesundheitliche Probleme von Feuerwehrleuten sofort behandelt werden. Die Einsatzkräfte hatten nämlich nicht nur mit dem Rauch, sondern auch mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. pol