Die Ärzteversorgung im ländlichen Raum bleibt ein Sorgenkind

Enzkreis/Pforzheim. Darüber hat die PZ zuletzt berichtet. Jetzt meldet sich auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast zu Wort und fordert eine „gemeinsame Kraftanstrengung“ für Nachwuchs für Hausarztpraxen: „Das duldet keinen Aufschub.“ Im Koalitionsvertrag auf Bundesebene habe man vereinbart, Hausärzte zu stärken.

Mast nennt das bei Krankenkassen nicht unumstrittene Termin- und Versorgungsgesetz. „Im Mittelpunkt stehen mehr Sprechstunden und eine bessere Versorgung der Patienten in ländlichen Regionen“, so Mast: „Zudem wird die Vergütung der Ärzte verbessert.“ Man dürfe aber ohnehin nicht nur auf die nackten Zahlen schauen. Gesundheit sei nicht nur Statistik, sondern habe mit dem Gefühl zu tun, gut versorgt zu sein.

Mast bezog auch Stellung zu den Problemen mit der wochenends geschlossenen Geburtshilfe in Mühlacker: „Ich hoffe sehr, dass eine Lösung gefunden werden kann.“ Der Bund werde weiter daran arbeiten, Hebammen ihre Arbeit zu erleichtern. Von der Ausbildung bis zur Vergütung gebe es viel zu tun. „Die wohnortnahe ambulante Versorgung muss gewährleistet werden“, betont auch der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Hans Vester. Initiiert durch Kreisrat Dr. Till Neugebauer, erwarte man im Herbst SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in der Region, so Mast.