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Turbulent geht es zu im dreiaktigen Lustspiel „Malledeites Jubiläum“, dem neuen Stück der „Backkörb“ von der Nußbaumer Heimatbühne. Nach zwei Vorstellungen am Wochenende folgen an den zwei kommenden weitere sechs Aufführungen. Foto: Dietrich
Turbulent geht es zu im dreiaktigen Lustspiel „Malledeites Jubiläum“, dem neuen Stück der „Backkörb“ von der Nußbaumer Heimatbühne. Nach zwei Vorstellungen am Wochenende folgen an den zwei kommenden weitere sechs Aufführungen. Foto: Dietrich
17.03.2019

„Die Backkörb“ von der Nußbaumer Heimatbühne mit brillanter Leistung

Neulingen-Nussbaum. Auch bei ihrer 30. Spielsaison zeigten „Die Backkörb“ von der Nußbaumer Heimatbühne bei ihrer Premiere am Samstagabend in der Weiherhalle keine Müdigkeit. Bei dem neuen dreiaktigen Schwank „Malledeites Jubiläum“ in Nußbaumer Mundart spielen sie sich selbst.

In der Eigenproduktion des Vorsitzenden Paul Negele kommt es zu Turbulenzen, da bezüglich einer Feier zum Geburtstag des Vereins die Meinungen der Mitglieder weit auseinandergehen. Doch wie er bei seiner Begrüßung versichern konnte, habe dies mit der Realität nichts zu tun.

Helga Wächter, ein Urgestein der Nußbaumer Heimatbühne, die seit Anfang an bei der Truppe dabei ist, abgesehen von einer Pause, musste vor eineinhalb Wochen wegen einer Augenoperation aussteigen. Conni Esser, die in Niefern-Öschelbronn wohnte und bei den „Backkörb“ mitspielte, ist inzwischen an den Bodensee umgezogen. Sie sprang für Wächter in die Bresche. Ihr Schauspieldebüt bei einem großen Stück mit Bravour gemeistert haben Sabine Mohr und die aus der Kinder- und Jugendtheatergruppe hervorgehende Sara Wallutt aus Bauschlott. Nach einer Auszeit war auch Wolfgang Müller wieder ganz in seinem Element. Weiter zum Ensemble gehören: Bernhard Betz, Ulrike Bauser, Christel Gaus, Uwe Zimmermann, Edeltraud Reuter, Anita Saffert, Christian Wächter, Michael Kraus und Paul Negele. Betz tritt auch als Liedermacher hervor, von dem unter anderem das neue Begrüßungslied des Laienschauspiels-Ensembles „Wir stehe heut auf der Bühn – des liegt uns im Blut“ stammt. Zum Schluss dankte Paul Negele, der auch Regie führte, seiner starken Truppe, welche die Lacher und den Applaus auf ihrer Seite hatte. Diesen Dank gab Christian Wächter mit den Worten zurück: „Ohne Paul, der stets gute Ideen hat, würde es die Theaterabende gar nicht geben.“ Und Negele freute sich, sagen zu können: „Wir haben in Nußbaum immer das beste Publikum. Ich habe zwar das Stück geschrieben, doch jeder Schauspieler hat seinen Beitrag dazugetan, was letztendlich den Schwank werden ließ, wie Sie ihn heute gesehen haben.“

Als Souffleur fungierte Roman Saffert und als Co-Regisseurin die nach Nußbaum zugezogene Theaterpädagogin Elke Heugel. Für die Technik zeichnete Jeremie Paupy verantwortlich. Die Glocke läutete Fabian Schall von der Kinder- und Jugendtheatergruppe.

Zum krönenden Abschluss erklang bereits schon traditionell die „Backkorbshausener“ Hymne „Nußbaum ist unsere Heimat“, bei der auch die Besucher kräftig mitsingen durften. Diese stammt von Albrecht Hascher aus dem Jahre 1984, dem Gründer der „Backkörb“. Da es seit seinem Tod 2014 keine Ziehharmonikabegleitung mehr gab, konnte hierfür jetzt der mit dem Akkordeon engagierte Jogi Link gefunden werden, wie von Negele weiter zu erfahren war.