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Bei der Waldbegehung in Gräfenhausen führten der stellvertretende Forstamtsleiter Andreas Roth und der bisher fürs Revier zuständige Förster Maximilian Rapp (vorne von links) die rund 40-köpfige Gruppe auch zu einem Stapel von rund 30 Fichten, die wegen Borkenkäferbefalls gefällt werden mussten.  Foto: Bernhagen

Die Dürre sitzt tief: Waldbegehung in Birkenfeld zeigt Folgen des Wassermangels

Birkenfeld-Gräfenhausen. Nieselregen von oben, matschige Wege und Pfützen unter den Füßen – das bot sich den knapp 40 Teilnehmern bei der Begehung des Birkenfelder Waldes mit dem Gemeinderat zwischen Gräfenhausen und Keltern. Allerdings ließen der stellvertretende Forstamtsleiter Andreas Roth und der bisher fürs Revier zuständige Förster Maximilian Rapp keinen Zweifel daran, dass man sich davon nicht täuschen lassen dürfe: Dem Wald fehlt Wasser – und zwar massiv.

Im Februar 2018 habe die Dürrephase begonnen. Ein Jahr habe der Wald noch ganz gut durchgehalten, seitdem habe er sich aber nicht mehr erholt – auch wenn es oberflächlich anders aussehen mag. Das zeige eine bundesweite Karte, die die geringe Bodenfeuchtigkeit bis in 1,80 Meter Tiefe darstelle – dort wo die Bäume wurzeln.

„Der Wald ist in einer Stresssituation“, erklärte auch Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner: „Das macht sich inzwischen auch optisch bemerkbar.“ Und wie zum Beweis zeigte sich gleich beim Start zur zweistündigen, rund sechs Kilometer langen Runde ein ausgetrockneter, vom Wind abgebrochener Baumstumpf.

Insgesamt lobte Rapp die „unglaubliche Baumartenvielfalt“ im Birkenfelder Forst mit Buchen, Eichen, Fichten und vielem mehr. Deshalb sei Birkenfeld beispielsweise auch beim Borkenkäferbefall, der durch Trockenheit begünstigt wird, relativ glimpflich davongekommen.

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Sven Bernhagen

Sven Bernhagen

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